Los Angeles - Las vegas 2006 Drucken

Dienstag 14.02.2006

Bärnbach (03: 45 Uhr) Der Wecker haut uns in aller Früh aus den Bett. Damit wir den Flug nach Philadelphia rechtzeitig erreichen heißt es zu dieser unchristlichen Zeit losfahren. Für die Strecke nach München brauchen wir etwa 4,5 Stunden. Ab Salzburg herrscht tiefster Winter. (Kein Wunder, hat es doch die letzten Tage wie wild geschneit.)

Wir haben es natürlich rechtzeitig geschafft und begeben uns direkt zu unserem Check In Schalter, der noch nicht geöffnet hat. Wir warten keine 5 Minuten und der Check In für unseren Flug wird geöffnet. Nach der üblichen Sicherheitsfragen am Schalter hat die Dame mit uns Mitleid (Wer mich bzw. meine Länge kennt weiß warum) und entspricht dem Wunsch nach einem "Seat for long feed" - Wir bekommen einen schönen Platz am Notausgang.

Nach 2 maligen Sicherheitscheck und der Passkontrolle müssen wir nicht lange warten und das Boarding beginnt. Meine Bedenken wegen der vielen elektronischen Geräte (Notebook, PDA, Digicam Handy....) waren in München unbegründet - es hat eigentlich niemanden interessiert.





Dank eines Super Sitzes am Notausgang haben wir einen wunderbaren und relativ entspannten Flug von München nach Philadelphia verbracht. Das Essen war gar nicht mal so schlecht (überraschend so heiß das man sich fast den Mund verbrannt hat), und das Service war relativ flink aber auch relativ cool .. Nach 9 Stunden Flugzeit landeten wir in Philadelphia.

Das Einreiseprozedere glich einem Ausziehwettbewerb (Jacke aus, Gürtel runter, Schuhe aus, technische Geräte raus aus dem Handgepäck usw.) und war ein bisschen chaotisch - aber es ging recht schnell. Obwohl wir befürchteten das unsere zwei Stunden in PHL zu wenig sein könnten hatten wir genug Zeit um noch eine Kleinigkeit zu essen. Insgesamt benötigten wir für Einreise, Gepäckentgegnnahme, Sicherheitscheck und Zoll etwa 45 Minuten. Hier muss jedoch gesagt werden das wir überall nur 2- 3 Leute vor uns hatten. Wenn da etwas mehr Betrieb ist kann ich mir durchaus vorstellen das es etwas länger dauert...

 


Am Flughafen in Philadelphia bekam ich auch gleich die erste Touristenohrfeige als ich bei UPS Geld wechselte, und ich für 200 Euro nur knapp 212 Dollar bekommen habe. Am Nebenfenster (ca 150m weiter wären es ca 30 Dollar mehr gewesen). Ich bin extra zu UPS da ich dachte das die noch am ehesten humane Kurse haben. Also Vorsicht und Kurse vergleichen..

Dank eines sehr unfreundlichen Mitarbeiters am Gate (zwei Worte) konnten wir uns auch auf der zweiten Strecke von Philadelphia nach Los Angeles einen Platz in der Exit Row sichern, und auch hier verlief der Flug ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Am Flughafen in Los Angeles wartete bereits ein Super Shuttle, das wir vorab im Internet gebucht haben. Es erwies sich als recht praktisch und mit 24 Euro doch um einiges günstiger als ein Taxi.

Nach ungefähr 30 Stunden Reisezeit fielen wir erschöpft ins Bett, und schliefen wie die Murmeltiere...

Reise Tipps zum Tag

Specials der US Airlines checken
Wer günstig in die USA will sollte ein wenig flexibel sein, und öfters die Homepages der US Airlines abklappern. Wir hatten Glück und haben einen supergünstigen Flug erwischt. Wir bezahlten für den Flug von München nach Los Angeles pro Person nur 320 Euro (inklusiver aller Taxen und Gebühren). Die Umsteigezeiten waren ok (2 Sunden Aufenthalt) und der Flug wurde außerdem voll auf mein Star Alliance Meilenkonto aufgerechnet (fast 15.000 Meilen)....


Mittwoch 15. 02.2006

Irgendwann gegen 4 Uhr früh wurden wir munter (der Jetlag hatte uns erwischt) und an schlafen war zumindest für mich nicht zu denken. Ich nutzte also die Gelegenheit für ein heißes Bad und gegen 6.30 Uhr gingen wir frühstücken.

Mit der Metro (U - Bahn) fuhren wir von Pershing Square zu den Universal Studios (Station: Universal City), von dort ging es mit einem Shuttle weiter zu den Universal Studios. U Bahn fahren ist in Los Angeles nicht anders als in der übrigen Welt, scheinbar fahren in der "Stadt der Autofahrer" aber nur ärmere Einkommensschichten damit. Vielleicht war es nur Zufall, aber bei allen Fahrten die wir gemacht haben , waren wir die fast einzigen Weißen. Die Züge waren zwar gesteckt voll, aber zu 99% mit Latinos und Afroamerikaner besetzt. Wir hatten zwar nie ein ungutes Gefühl, und es kam uns alles relativ sicher vor, doch diese Tatsache kam uns schon etwas merkwürdig vor.

Wir erreichten die Studios eine halbe Stunde vor Parköffnung, und sahen uns den "Universal Citywalk" vor dem Park an. Unzählige Restaurants, Kinos und Shops säumten die rund 500 Meter lange Straße. Jedes Gebäude dem Thema passend gebaut, typisch für einen Freizeitpark hergerichtet.

Irgendwie war noch nicht viel los, und daran sollte sich auch den ganzen Tag über nichts ändern. Lag es daran das wir nur ca. 10 Grad hatten, das Mittwoch war, oder lag es daran das die Universal Studios für die heutige Techno Kids nicht mehr so anziehend wirkt ?

Ich war das letzte Mal vor etwa 15 Jahren im Park - zu einer Zeit wo es noch keine X- Boxen, Computer, Internet, keine Plasmas und keine Heimkinos gab, und ja zu dieser Zeit waren die ganzen Attraktionen (zumindest für mich ) etwas sensationelles. Obwohl sich viel getan hat und viele neue Attraktionen im Park dazu gekommen sind, blieb dieses mal für mich das ganz große Aha Erlebnis aus. Am sensationellsten war noch der Set von "Krieg der Welten" wo man das abgestürzte Passagierflugzeug aus dem Film sah - das war schon sehr beeindruckend. Aber ansonsten wirkten die Attraktionen einfach nicht so nachhaltig wie damals vor 15 Jahren, manche empfand ich sogar als langweilig.

   

Vielleicht lag es aber auch nur daran das der Park ziemlich leer gewirkt hat und deswegen diese typische Stimmung nicht aufgekommen ist. Den "Front of the Line" Pass hätten wir uns sparen können, größere Schlangen gab es so gut wie nirgends.
Die besten Rides sind "Back to the Future" , "Jurassic Park" und "The Mumy". Ganz witzig war auch die Show bei der verschiedenste Effekte vorgeführt wurden. Mann sollte sich auch darauf einstellen das bei jeder Show nur englisch geredet (geblödelt) wird, und es bald sehr fade sein kann wen man nichts versteht.

Wir sind also ziemlich jede Attraktion gefahren, und habe eine jede Show besucht, es ist sich alles ohne Stress ausgegangen und wir hatten den Park gegen 17 Uhr durch. Leider war die Waterworld Show wegen Renovierung nicht in Betrieb.
Auch wenn meiner Meinung nach die ganzen Attraktionen nicht mehr so vom Hocker reißen, ist der Park seine 40 Dollar Eintritt wert, und sollte auf jeder "Must See" Liste stehen wenn man die Region um Los Angeles besucht.
Nach dem Park Besuch speisten wir im "City Walk" noch bei Panda Express und danach ging es wieder zurück ins Hotel.


Reise Tipps zum Tag

Universal Studios Tickets:
Die Tickets sind direkt auf der Universal Studios Homepage etwas günstiger als direkt im Park. Weiterer Vorteil, man muss bei den Ticketverkaufstellen nicht Schlange stehen sondern kann sich sein Ticket ausdrucken und direkt zum Drehkreuz gehen

Gratis Talk Show Tickets:
Wer zb. eine Show von Jay Leno besuchen möchte sollte gleich nach Parkeinlass sich ins Hollywood Ticket Office begeben und nach so einem Ticket fragen. Als wir dort waren (ca 15 Minuten nach Parköffnung) gab es noch jede Menge Karten für die Aufzeichnungen der nächsten Tage.

Front of the Line Pass
Der "Front of the Line" pass kostet ungefähr das doppelte von einem normalen Ticket, und ist eine Art VIP Eintrittskarte. Mit so einem Pass hat man dank speziellen Eingang so gut wie keine Wartezeiten bei den Attraktionen und bekommt spezielle Sitzplätze bei den Shows Ich habe diese Eintrittskarte dank eines Specials recht günstig erhalten würde diese aber nicht mehr kaufen. An dem Tag an dem wir den Park besuchten war so gut wie nichts los im Park und wir hätten auch ohne dem Front Line Pass so gut wie keine Wartezeiten gehabt.

Unser Hotel in Los Angeles
Das Omni Hotel in Los Angeles ist ein typisches 4/5* Hotel in Down Town, in der Nähe (5 Minuten zu Fuss) der U-Bahn. Das Hotel war sehr gemütlich das Service relativ freundlich. Die Zimmer waren recht geräumig. Sehr positiv das schöne Bad und das superweiche Bett. Sehr negativ das Fühstücksbuffett das für diese Hotelklasse sehr wenig geboten hat (nicht einmal frisches Brot oder Brötchen gab es - Toast nur auf Bestellung). Hier können die Amerikaner von den Asiaten noch viel lernen - dort bekommt man bessere Frühstücksbüffet in manchen 3 Sterne Hotels.

Ich habe das Hotel dank Priceline um rund 60 Dollar bekommen (Super Preis) und würde auf jeden Fall aber wieder dort schlafen, die 50 Dollar für das Frühstück (2 Personen) würde ich aber anders investieren und auswärts frühstücken. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist: Gleich gegenüber waren eine Menge Parkplätze frei und ein Block weiter ein bewachter Parkplatz.
Man muss also nicht unbedingt die teure Hotelparkplätze nehmen...


Donnerstag 16. 02.2006

Am dritten Tag stand für den Vormittag eine Villentour durch Beverly Hills mit "Starlines Tour" auf dem Programm. Irgendwie überlegten wir uns das aber - es war recht kühl an dem Tag, und wir wollten keine 80 Dollar für eine zwei Stunden Fahrt ausgeben bei der man wegen der hohen Zäune ohnehin nur wenig sieht. Wir sind daher "nur" am Hollywood Boulevard entlang geschlendert und haben uns die Abdrücke der Stars vorm Chinese Theatre angesehen.

Der Hollywood Boulevard ist auch die Strasse mit den berühmten Sternen (Walk of Fame). Insgesamt gibt es 2500 Sterne, und die Straße soll eine der bestgereinigten Straßen in ganz USA sein. Nachdem ich aber unsere Namen einfach nicht finden konnte, haben wir uns das Kodak Theatre angesehen, dass schon ganz im Zeichen der bevorstehenden Oscar Zeremonie stand, die ja dort abgehalten wird. Es fand auch gerade eine Oscar Ausstellung statt, die aber erst gegen Mittag öffnete - so lange wollten wir nicht warten.



Im Hollywood & Highland Center, dass direkt an das Kodak Theatre angrenzt kann man im Innenhof 3 Etagen über Stiegen nach oben gehen, und von dort dann runter sehen. Das ist deswegen wichtig, weil man von dort einen schönen Blick auf das Hollywood Wahrzeichen, den Hollywood Schriftzug hat.

Nachdem wir den Hollywood Schriftzug gesehen haben, fuhren wir mit der U - Bahn (früher als geplant) zurück nach Down Town, und übernahmen bei Avis unseren Mietwagen. Dieser hatte es in sich, - wir bekamen ein Luxury Car, einen Cadillac DTS mit knapp 6000 Meilen am Tacho.

Dieses Auto war so mit Technik voll gestopft, das ich relativ lange brauchte damit ich mit ihm einigermaßen umgehen konnte. Am besten ihr lesst die Ánekdoten rund um das Auto weiter unten. Die Übernahme klappte problemlos (Österreichischer Führerschein reichte), und dann fuhren wir mit unserem mitgebrachten Navigationssystem (Yakumo PDA und Tom Tom USA) zurück zum Hotel wo wir das Gepäck einluden.




Vom Hotel los gefahren, die erste Kreuzung rechts rein (ca 10 Minuten nachdem wir den Mietwagen übernommen hatten), und schon heulten die Sirenen einer Motorradstreife hinter uns auf. Ich rechts ran, und schon irgendwie im Gefühl das ich was falsch gemacht habe. Wie im Film kam der Cop zum Fenster und klärte mich auf, das ich eine rote Ampel missachtet habe. Ich sagte ihm das ich erst vor ein paar Minuten den Wagen übernommen habe und noch recht unsicher gewesen bin. Ich versprach ihm das es nicht mehr vorkommt. Er ganz begeistert vom Auto (great car, bla bla ) meinte, er möchte uns nicht den Urlaub verderben und er drückt noch einmal ein Auge zu . Spaßeshalber meinte er aber, wenn ich unbedingt will dann könnte ich gerne trotzdem ein Ticket als Souvenir haben - ich habe aber dankender Weise abgelehnt :-) .

In Rancho Cucamo sind wir dann das erste mal stehen geblieben, und ich habe mir auf dem Parkplatz in Ruhe das Auto angesehen und mich mit der Bedienung vertraut gemacht. Hier haben wir dann auch den ersten Wal Mart besucht und schöne Schuhe und Bekleidung gekauft.

Nach der ersten Shoppingrunde ging es dann weiter nach Primm. (Grenze zu Nevada) Hier sahen wir die ersten Kasinos und wir speisten im Buffallo Bills Hotel am Buffet.
Es war unser erstes Kasinobuffet, und außer das es günstig war gibt es darüber nicht viel zu berichten.

Nach dem Essen ging es dann weiter nach Las Vegas, als wir dann dort angekommen sind war es schon dunkel. Der erste Eindruck war gewaltig. Seit meinem letzten Besuch (vor etwa 15 jahren), ist kein Stein auf den anderen geblieben. Kein Wunder, Hotels wie das Bellagio, das Venetian, Paris, New York usw.. die gab es damals noch gar nicht.


Nach dem Einchecken im Venetian, einer kurzen Akklimatisierung und einem heißen Bad in unserer Suite, sind wir dann losgezogen. Wir haben zuerst unser eigenes, und danach die Nachbarhotels unsicher gemacht. Wir waren an diesem Abend noch im Treasure Island, im Mirage, im Harrahs und dann noch in ein paar kleineren Kasinos die in der Umgebung waren. Über jedes einzelne Kasino könnte man einen eigenen Bericht schreiben so viel gibt es überall zu sehen.

Anekdoten über das Luxusauto

Sitzplatzverstellung/heizung
Das Auto hatte eine integrierte SItzklimanlage und es dauerte eine halbe Ewigkeit bis ich heraus gefunden habe wie man diese steuert.
Einmal war der Sitz eiskalt, einmal heizte er volle Düse. Das selbe Prozedere mit der Einstellung des Sitzes. Viele Knöpfe um den Sitz zu heben, zu senken, zu neigen und was weiß ich was noch. Aber der Kopf um den Sitz weiter nach hinten zu stellen war ganz wo anders als die anderen und es dauerte fast die halbe Fahrt nach Las Vegas ehe er gefunden wurde.

Licht im Innenraum
Irgendwo zwischen Primm und Las Vegas wurde es draußen dunkel und erst jetzt stellten wir fest das unser Innenraum Licht brennt. Wir brauchten ca 20 Minuten bis wir den richtigen Schalter gefunden haben um es auszuschalten. Nettes Detail: bei den vielen Schaltern die wir probiert haben, war auch einer dabei der uns mit einer Art Notrufzentrale verbunden hat. Plötzlich hatten wir im Autoradio einen Mitarbeiter dieses Dienstes. (auch das konnten wir kaum deaktivieren)

Auto lässt sich nicht starten
Ganz witzig auch die Situation nach dem Tanken. Also Tanken - Deckel zu und wegfahren wollen: Nein, nicht so mit dem Cadillac. Das Auto lies sich zwar anstarten, aber ich konnte den Ganghebel nicht auf DRIVE stellen. Ich dachte schon daran das ich evtl. falschen Benzin getankt habe . Nach 10 Minuten rumprobieren bin ich dann noch einmal ausgestiegen und habe geistesgegenwärtig den Tankdeckel ein wenig verdreht - Siehe da, das war es, beim nächsten Startvorgang gab es keine Probleme mehr und der DRIVE Gang lies sich wieder einlegen, - scheinbar war der Tankdeckel nicht 100% fest angezogen.

Das ganze passierte auch noch nach dem wir den Kofferraumdeckel schlampig geschlossen haben. Hier war die Situation aber noch etwas blöder, da wir uns einfach nicht erklären konnten was jetzt wieder los ist, durch den Vorfall mit den Tankdeckel waren wir gewarnt und sind haben halt systematisch alle Türen, Fenster und Öffnungen noch einmal geschlossen.

War aber trotzdem eine Schöne Sache mit so einem Luxus - Schlitten rum zu fahren


Freitag 17. 02.2006

Unseren ersten Tag in Las Vegas verbrachten wir mit langen Ausschlafen. Erst gegen 11 machten wir uns auf den Weg und fuhren den Strip auf und ab, und machten vom Auto aus viele Fotos. Danach fuhren wir in die Las Vegas Mall, die aber nicht besonders interessant war, weil wir dort nicht wirklich attraktive Angebote vorfanden. Eigentlich hatten wir uns dort mehr erwartet, darum war der Aufenthalt auch relativ kurz und wir fuhren weiter in das Las Vegas Outlet Center.

Irgendwie schien dieser Tag nicht besonders zum einkaufen geeignet, den auch dort haben wir außer ein paar günstigen Polo Shirts nicht wirklich etwas passendes gefunden. Am späten Nachmittag sind wir dann direkt vom Outlet Center in das Hotel Mandalay Bay gefahren, und haben uns von dort als Basis aus, das Luxor und das Excalibur angesehen. (Vom Mandalay Bay fährt eine kostenlose Monorail in die beiden Hotels)

Eines der spektakulärsten Hotels am Strip ist meiner Meinung nach, das Luxor. Das Hotel hat die Form einer Pyramide, ist innen hohl und 21 Stockwerke hoch. Man kann also im inneren von unten nach oben zur Spitze sehen, was schon sehr pompös wirkt. Die 2800 Hotelzimmer sind im inneren pyramidenförmig der Außenwand angeordnet und man kann von den Gängen aus runter sehen.

Das Excalibur wirkt in erster Linie von außen (sieht aus wie eine überdimensionales Märchenschloss), im Inneren gibt es nicht wirklich spektakuläres zu berichten. (für Las Vegas Normen)

Als wir die Hotels fertig besichtigt hatten fuhren wir zur Fremont Street, sahen uns dort die alten ehrwürdigen Kasinos an und warteten auf die Fremont Street Expierience Show, bei der unter der Überdachung allabendlich eine Laser- und Lichtshow der Superlative stattfindet. Bei unserem Besuch stand die Show ganz im Zeichen der bevorstehenden Nascar Rennen in Las Vegas. Muss man unbedingt gesehen haben wenn man Las Vegas besucht. Scheinbar dachten sich das viele, die Casinos und die Straße selber war schon gegen 19 Uhr brechend voll. Unser Plan dort bei einem Buffet zu essen wurde schnell verworfen als wir die Menschenansammlungen gesehen haben, die vor den Buffets in den Kasinos Schlange standen.


  

Wir sind also (etwas hungrig) wieder zurück in unser Hotel gefahren, und haben uns erst einmal frisch gemacht.
Danach haben wir unser Nachbarhotel das Treasure Island besucht und sind endlich zu unserem Las Vegas Buffet gekommen (hatten wir uns vor der Reise vorgenommen). Für rund 50 Dollar für zwei Personen hatten wir zwar eine große Auswahl an verschiedensten Speisen, und es gab zwar viel Auswahl, aber irgendwie waren es alles Gerichte mit denen wir nichts anfangen konnten. Es fehlte auch an Beilagen (so waren zB . nirgendwo Reis oder Kartoffeln zu finden) auch Brot fehlte. Ich habe zuerst Rostbeef mit Kartoffelpüree probiert (gab ja nichts anderes) und dann hab ich mir ein Nudelgericht mit Krabben machen lassen, das sehr köstlich war. Das Dessertbuffet war erste Sahne und auch sehr schön angerichtet. Dieses Dessertbuffet rettete auch den Gesamteindruck, sonst wäre dieses Erlebnis ein "muss ich nicht noch einmal haben " Erlebnis geworden. Auf der anderen Seite darf man sich natürlich bei solchen Massenabfertigungen nicht zu viel erwarten..


Nach dem Buffet machten wir die Kasinos in der Umgebung unsicher und dieses mal trieb es uns den Strip hinunter bis ins Cesars Palace. Dort verspielten wir dann auch unsere letzten 40 Dollar unseres Kasinospielbudgets. (Das Glück im Spiel haben scheinbar die anderen - unsere 150 Euro Kasinobudget waren sehr schnell weg). Eigentlich waren wir schon vor dem Buffett sehr müde (kein Wunder was wir alles an dem Tag unternommen haben) sind dann aber nach dem Cesars Palace Besuch endgültig "eingegangen" und schön langsam wieder zurück ins Hotel spaziert.
Abgesehen von Bellagio und vom Paris haben wir an diesem Tag alles gesehen was wir uns vorgenommen haben. Man muss aber auch dazu sagen das es ohnehin nichts bringt von einem Kasino ins nächste zu rennen. Die sind dort alle so spektakulär, und wenn man sich ein paar angesehen hat dann läuft man nur mehr wie ferngesteuert rum, und man nimmt den ganzen Prunk gar nicht mehr so richtig wahr, weil man einfach reizüberflutet ist.

Wenn man von Las Vegas alles sehen möchte das sehenswert ist, sollte man unbedingt eine ganze Woche einplanen. Wenn man nur zwei oder drei Tage dort ist dann sieht man nur ein Minimum der ganzen Highlights
(von denen es so viele in Las Vegas gibt)

Unser Hotel in Las Vegas

The Venetian Hotel
Wochenlanges beobachten der diversen Preisbörsen haben es uns ermöglicht, in dem Hotel (in das wir unbedingt wollten)
zu übernachten. Wir haben für das Hotel einen sehr guten Preis gefunden und für zwei Nächte ca. 270 Euro bezahlt. . .

Das Hotel spielt natürlich alle Stückerl die man von einem 5* Hotel erwartet. Schon der Bereich in der Lobby mit den Deckenfresken haut einem um. Die schönen Suiten (Zimmer gibt es keine ) sind sehr geräumig und natürlich auch das Bad sehr schön
Keine Frage das Hotel ist ein Super Hotel und gehör sicherlich zu den besten am Strip .

Obwohl das Hotel erste Klasse ist, - wir würden dort aber nicht mehr wohnen. Es ist eigentlich reine Geldverschwendung. Gleich gegenüber (z.B. im Mirage) hätten wir die Hälfte bezahlt und auch dieses Hotel ist wunderschön. Gut die Zimmern sind dort sicher etwas kleiner, aber in Las Vegas ist man sowieso die ganze Zeit unterwegs. Und schlecht sind auch die Zimmer im Mirage ganz bestimmt nicht. Generell kann man sagen das die großen 4* Strip Hotels alle zu empfehlen sind und man das Hotel buchen sollte das gerade den besten Preis bietet.




Samstag 18. 02.2006

Da es in unserem Hotel kein Frühstücksbuffet gab, haben wir im Venatian Foodcort bei Krispy Donougths einen Kaffee und ein paar leckere Donuts verdrückt. Im Stand nebenan hab ich mir dann noch Ham and Eggs machen lassen. Dieses Frühstück war nicht nur recht günstig, sondern auch so ziemlich das leckerste der ganzen Reise.

Eigentlich wollten wir uns an diesem Tag ja noch ein paar Kasinos ansehen, aber irgendwie blieb es dann dabei das wir unser Hotel (das Venetian) noch einmal unsicher machten, und von oben bis unten durchstreiften. Unter dem Motto "Warum in de Ferne schweifen,.." haben wir uns also noch einmal das Venetian Hotel genauer angesehen.

Von den ca. 12-15 Kasinos die wir uns insgesamt in Las Vegas angesehen haben hat uns übrigens das Cesars Palace am besten gefallen. So war unser das Hotel zwar sehr schön (besonders die Einkaufspassage mit ihrem Gondolieres und dem künstlichen Himmel), aber das Kasino selber war nicht wirklich was besonderes. (relativ dunkel, schön, aber nichts spektakuläres) - im Cesars hingegen passte alles: die Lobby des Hotels, das Casino (sehr luxuriös, sehr hell, Livemusik usw..), und die Einkaufspassage des Cesars war auch sehr schön (künstlicher Himmel der in einer Stunde einen kompletten Tag simuliert) .

Nach unserem Hotelbummel fuhren wir noch ein letztes mal zu einem Las Vegas Wal Mart und kauften noch einmal ein paar Klamotten ein. Danach machten wir uns auf den Weg nach Anaheim. Selbstverständlich blieben wir wieder in Primm stehen und besuchten dieses mal das Primm Outlet Center. Dies erwies sich als reiner Glücksfall, den gerade als wir dort waren, hatte der dort beheimatete Timberlandstore einen Special Sale und fast der ganze Laden war nochmals bis zu -80% reduziert (auf die ohnehin schon günstigen Preise). Ich habe dort 4 Pullover, 3 Hemden und eine schöne Outdoorjacke gekauft - alles zusammen hat 105 Dollar gekostet (Alleine die Jacke kostet bei uns um die 300 Euro). Die bessere Hälfte deckte sich bei Old Navy ein. Es war also ein guter Tag zum einkaufen. Im Primm Outlet haben wir dann auch wieder bei Panda Express gegessen.

  

Danach ging es ohne Zwischenstop direkt nach Anaheim in unser Hotel. Die Fahrt dauerte insgesamt ca 4 Stunden und verlief ohne Probleme. Wir sind gegen 20 Uhr in Anaheim angekommen und danach gleich schlafen gegangen um für Mickey & Co ausgeschlafen zu sein

Unser Hotel in Anaheim

Doubletree Anaheim :

Das Doubletree Anaheim ist ein typisches Mittelklassehotel, ca. 10 Autominuten vom Disneyworldressort entfernt. Das Hotel bietet während der gesamten Parköffnungszeiten einen stündlichen und kostenlosen Shuttleservice vom Hotel in den Park und retour.

Die Zimmer haben 4* Standard, sind geräumig und sind sehr freundlich eingerichtet. Die Betten sind sehr gemütlich und sehr weich. Das Service war außergewöhnlich gut und das Personal überaus freundlich.

Wir können das Hotel ohne Bedenken weiter empfehlen. Das Hotel wird als 3* Hotel in den Buchungsmaschinen geführt, hat aber unserer Meinung den gleichen Standard wie ein 4* Hotel (besonders die Zimmer waren sehr schön). . Wir haben das Zimmer über Priceline gebucht und 48 Euro pro Nacht dafür bezahlt.


Sonntag 19. 02.2006

Ausgeschlafen und sehr erholt haben wir in aller Früh aus dem Fenster gesehen. Wir mussten zum Schrecken feststellen das es stark regnete. Da sag noch einmal einer „It never rains in Southern California“ . Das gefiel uns natürlich gar nicht – Disneyland und strömender Regen, das passte sogar nicht zusammen.

Wir sind erst mal frühstücken gegangen. (auch im Double Tree war das Buffet wieder sehr mäßig, wenn man mit der vielfältigen Auswahl bei uns oder gar in Asien vergleicht)
Nachdem Frühstück wurde der Regen draußen weniger und er hörte dann nach einer Stunde ganz auf. Es kam sogar die Sonne durch, und es wurde doch noch ein halbwegs schöner Tag (zumindest ohne Regen)


Vom Double Tree Anaheim ( wie von fast jedem Hotel in der näheren Disneyland Gegend) ging alle Stunde ein Shuttle zum Disneyland Park. Das war natürlich eine super Sache – so mussten wir nicht am Parkplatz rumkurven, und nicht fürs parken auch noch bezahlen . Also ging es gegen 10 Uhr mit dem Shuttle zum „Happiest Place on Earth „

Dort ankommen wurde uns gleich klar das wir an diesem Tag an „Schlangen stehen“ nicht rumkommen werden. Schon im Eingangsbereich hatten wir an allen Kassen rund 500 m Menschenschlangen. Es hat mindestens eine halbe Stunde gedauert bis wir im Park drinnen waren. Es war President Weekend und dieser Sonntag ist jährlich einer der stärksten Sonntage im Disneyland, da viele Familien zu dieser Zeit auf Urlaub sind (habe ich erst nach der Buchung erfahren)

Der Vorteil bei stark frequentierten Tagen ist das der Park bis Mitternacht offen hat, und so trotz der vielen Leute genug Zeit bleibt um sehr vieles zu sehen. Alle Attraktionen kann man an einem Tag ja ohnehin nicht machen , aber das werden die wenigsten auch wollen.

Es gibt viele Attraktionen für ganz kleine Kinder und dann wieder viele Attraktionen für Größere bzw. ganz Große. In den seltensten Fällen wird ein Großer im Autopia mit einer Art Kartauto rumfahren - oder etwa Winnie Pooh besuchen. Auch werden die Großen sicher nicht viel Freude mit einem Karussell oder einer Fahrt in einer großer Kaffeetasse haben ...

Das heißt der Park ist ganz gut aufgegliedert und wenn man gutes Schuhwerk , Kondition, Geduld und eben lange Parköffnungszeiten hat dann kann man sicher alle Attraktionen die einem wichtig sind sehen ( auch an einem stark frequentierten Wochenende).


Wir haben uns also von einer Attraktion zur nächsten vorgearbeitet, und uns am Anfang einfach dort angestellt wo wenig Betrieb war .. Das System war gar nicht so blöde und wir brauchten bei Attraktionen wie Star Tours oder Karibik nur ca 20 Minuten anstehen. Als wir am Nachmittag vorbeikamen waren die Menschenschlangen teils irrsinnig lang und es dauerte teilweise bis zu 90 Minuten bis man diverse Rides machen konnte ( die ungefähre Wartezeit wird übrigens vor jeder Attraktion angezeigt)

Die Attraktionen ähneln denen vom Disneyland in Paris (oder besser umgekehrt). Es gibt aber viel mehr Attraktionen, und vom Gefühl her sind sie alle größer und auch etwas anders ausgeführt. Obwohl der Park in Anaheim bereits 50 Jahre auf dem Buckel hat, ist er sehr gepflegt und sieht wie nach einer Neueröffnung aus. Gleich gegenüber dem eigentlichen Disneyland liegt der California Vergnügungspark, der auch nicht gerade als klein zu bezeichnen ist, und zum riesigen Areal dazu gehört . Will man diesen auch besuchen , dann sollte man auf jeden Fall zwei oder noch besser drei Tage einplanen – der Besuch beider Parks geht sich beim besten Willen nicht mehr an einem Tag aus.

Im Disneyland Park befinden sich rund 40 Attraktionen die man fahren bzw. besuchen kann, und wir haben etwa 25 davon mit gemacht. Wir haben alles gesehen was wir sehen wollten. Die Haupt Attraktionen sind wir alle gefahren ( auch Winnie Pooh :-) ), wir haben zwei Paraden miterlebt , im Park gegessen und den Park dann gegen 9 Uhr verlassen . Auf das allabendliche Feuerwerk haben wir aber verzichtet, nicht weil wir zu müde waren (gut, das auch ), sondern weil es einfach so kalt war. Ausgerechnet in der Woche wo wir in der Gegend waren hatten wir Durschnittstemperaturen von nur 10 Grad. Die Wochen davor und danach kletterte das Thermometer immer auf die 20 Grad (wenigstens hatten wir keinen Regen) .

Unser Top 5 Attraktionen waren :
Indiana Jones
Mountains
Pirates of the Caribic
Bob Slides
Buzz Light

Ein Flop war die Roger Rabbit Attraktion. Nicht das sie nicht nett gewesen wäre, wir haben uns aber da fast 1,5 Stunden angestellt - weil so viel andere Leute dort waren dachten wir es sei etwas besonderes. Falsch gedacht – Winnie Pooh war auch nicht anders und dort durften wir nach 10 Minuten in die kleine Wägen.
Also besser Pinnochio, Schneewittchen und Arielle besuchen bevor ihr ewig lang auf Roger Rabbit wartet (keine Ahnung warum der so beliebt ist)
Nach einem anstrengenden Tag sind wir dann mit Shuttle wieder zurück ins Hotel. Ich habe bei Wendys noch Burger zum Abendessen geholt und dann sind wir erschöpft eingeschlafen.

   

Reise Tipps zum Tag

Wenn ihr nur einen Tag habt plant einen Besuch am Wochenende, an diesen Tagen hat der Park bis Mitternacht geöffnet und bei guter Kondition könnt ihr viel sehen.

Macht euch vorab mit dem Fast Pass System vertraut, - es ist ein System das euch an ein paar Hauptattraktionen die Wartezeit erspart. Es gibt im Netz eine Menge Seiten die dieses System erklären.

Versucht bei der Hotelbuchung ein Hotel zu bekommen das an der Route der Shuttlestrecke liegt, ihr erspart euch teures Parken und lange Fußmärsche vom Parkplatz zum Park.


Montag 20.02.2006

Am letzten Tag wartete mit Seaworld ein letztes Highlight auf uns. Da die Amerikaner zwar teure aber keine guten Frühstücks Buffets haben, verzichteten wir darauf im Hotel zu frühstücken und haben uns stattdessen von Starbucks mit Kaffe und Croissants eingedeckt.

Die Fahrt nach San Diego war sehr schön. Wir sind am Küstenhighway entlang gefahren, und es gab mehrere „View Points “ wo man stehen bleiben konnte und eine schöne Aussicht auf das Meer hatte. Wir nutzen die Gelegenheit und haben mit unseren Cadillac auch eine kleine Fotosession gemacht .

Die Fahrt von Anaheim nach San Diego dauert (ohne Stau) ca. anderthalb Stunden. Unser Navigationsgerät (PDA + Tom Tom) hat uns wie immer zuverlässig direkt vor die Eingangstüre von Seaworld gebracht .


Es war noch nicht viel los, wir bekamen einen Parkplatz fast vor dem Eingang. Es sollte der wärmste Tag der ganzen Woche werden, und wenigstens in Seaworld ist unser "Wetter Timing" voll aufgegangen. (Seaworld bei kaltem Wetter wäre bestimmt nur halb so schön)

Wir hatten uns schon einem Masterplan zurechtgelegt um alle Shows sehen zu können. Gleich vorweg, in Seaworld hat man keinen Stress wenn man gleich zu Parkbeginn in den Park kommt. Alles geht sich locker aus, die Menschenmassen halten sich auch an starken Wochenenden in Grenzen und die Show Stadien bieten genügend Sitzplätze. Wir haben alle Shows und andere Attraktionen (zoo like) besucht und waren mit dem Programm gegen halb fünf fertig.

Dir Hauptattraktion ist natürlich die Shamu Show , bei der bis zu vier Killer Wale die verrücktesten Sachen anstellen. Alleine wegen diese Show zahlt sich der Besuch von Seaworld aus.

Sehr gut hat uns auch die Delphinshow gefallen, der Rest war bestenfalls ok aber nichts sensationelles . Die Seelöwenshow und die "Pets show" waren zwar nett, aber für 50 Dollar Eintritt pro Person erwartet man eigentlich schon das einem die Kinnlade runter fällt, was definitiv nicht passiert ist . Ein jeder besserer Zoo oder Wanderzirkus bietet ähnliches, nur halt wesentlich preiswerter..

Dank der Killerwal und Delphin Shows ist Seaworld aber trotzdem auf jeden Fall einen Besuch wert, ob das ganze 50 Dollar wert ist (teurer als der Eintritt in die Universal Studios) möchte ich bezweifeln. Von den drei Vergnügungspark die wir in Kalifornien besucht haben bietet Seaworld die wenigsten Attraktionen . Ein Eintritt um die 30 Dollar wäre eher gerechtfertigt.

Wir verließen Seaworld gegen 4.30 Uhr und wollten noch einmal bei einem Wal Mart stehen bleiben und unsere letzten Dollar aufbrauchen und danach ins Outback gut Steak essen gehen.

Leider machte uns der Verkehr einen Strich durch die Rechnung und wir benötigten für die Strecke von San Diego bis nach Anaheim fast 4 Stunden, da es sich ohne Ende gestaut hat. Irgendwo auf der Strecke hab ich dann meinem Navigerät gesagt es soll eine Alternativroute berechnen, und so fuhren wir dann vom Highway ab.

Das erwies sich als verkehrstechnisch als blöd, da es sich natürlich auch auf der Alternativroute auch staute. Erlebnistechnisch war es aber ein Goldgriff, weil wir das Glück hatten genau zu Sonnenuntergang auf einer Strasse, direkt am Strand zu fahren. Im Cadillac, in Kalifornien am Strand und ein perfekter kitschiger Sonnenuntergang – besser kann man den letzten Tag gar nicht planen (bzw so was kann man eigentlich gar nicht planen, wann hat man schon einen perfekten Sonnenuntergang ? )

 

Mit einem Mordshunger haben wir dann im Outback gegessen (Steakrestaurantkette) . Die Steaks dort sind so weich und zart das man meint das Messer schneidet von alleine. Wenn möglich auf jeden Fall in einer Filiale essen . Nicht unbedingt günstig aber jeden Dollar wert. Es war mit Abstand das beste Essen der ganzen Woche.

Nach dem guten Abendessen ging es ins Hotel, Koffer für den Heimflug packen, und Wecker stellen. Nach einer sehenswerten aber anstrengenden Woche sollte es wieder nach Hause gehen.


Anstrengend und kalt, aber uns hat es trotzdem gefallen

Es war auf keinen Fall ein Erholungsurlaub. Die Woche war sehenswert aber anstrengend. Am anstrengensten war der Tag im Disneyland, und der Tag in Las Vegas. (In Las Vegas gab es auch am meisten zu sehen, und dort hätten wir ohne Probleme eine ausgefüllte Woche verbringen können).

Das was unseren Urlaub aber am meisten beeinflusst hat, war das kalte Wetter. Wir hatten die ganze Woche Temperaturen um die 10 Grad, am Abend wurde es noch kälter und in Las Vegas waren wir in einer Nacht nur knapp über den Gefrierpunkt. Das war natürlich nicht besonders angenehm, aber wir konnten ohnehin nichts dagegen machen (außer warm anziehen :-) ).

Am meisten beeindruckt hat wohl Las Vegas. Was sich da abspielt kann man sich gar nicht vorstellen. Die Hotels wetteifern darum welches das größte, ausgeflippteste und luxuriöste ist und es für jemanden unvorstellbar der es nicht selbst gesehen hat . Uns schien es so als wäre der eigentliche Kasinobetrieb schon gar nicht mehr das wichtigste, und die vielen Touristen vor allem wegen dem Drum herum kommen. Geboten wird ja alles was man sich vorstellen kann.

Die Wertung "Bester Vergnügungspark" geht eindeutig an das Disneyland in Anaheim, obwohl natürlich die Besuche von Seaworld und den Universal Studios auch schön waren, aber Disney hat in diesem Bereich einfach am meisten zu bieten. Wenn man bedenkt das dieser Park auch nach 50 Jahren noch immer fasziniert dann hat er den Titel „Bester Vergnügungspark“ erst recht verdient.

Begeistert waren wir auch von den Einkaufsmöglichkeiten. Besonders Wal Mart und das Outlet Center in Primm möchte ich hier hervorheben. Leute die auf großen Fuß leben oder XXL Größen benötigen, werden hier bestimmt fündig werden und das eine oder andere Schnäppchen machen. (Wo kriegt man sonst Markenschuhe in Größe 48 um 15 Dollar)

Sehr beeindruckt waren wir auch vom disziplinierten Verkehr auf Amerikas Strassen. Kein Hupen, kein drängeln, kein hinten auffahren und alle in etwa die gleiche (erlaubte) Geschwindigkeit. Ein sehr entgegenkommender, (zB beim Spurenwechsel) und passiver Fahrstil machen das Autofahren in den USA zum reinsten Vergnügen ...

Zu empfehlen (wenn auch nicht notwendig) ist ein Navigationsgerät. Wir hatten einen GPS Handheld dabei, und dazu die TomTom Software mit USA Kartenmaterial. Ich habe bei der Reisevorbereitung schon alle Punkte eingespeichert die wir mit den Auto ansteuern wollten. Das Navi hat uns schnell und vor allem zuverlässig zu ca 15 Wegpunkte gebracht, und das hausnummerngenau. Mietwagenurlaub in den USA mit TomTom – ein Hit . In manchen Situationen bin ich mir vorgekommen wie ein Taxifahrer, so gut hat das funktioniert.

Die Hotels waren ok, können es aber mit asiatischen Hotels in der selben Klasse nicht aufnehmen. In Asien läuft alles noch ein weniger freundlicher, intimer und luxuriöser ab. Von den Frühstücksbuffets waren wir generell relativ enttäuscht . Für rund 25 Dollar/Person erwartet man sich einfach mehr Auswahl ...

Das Essen im allgemeinen war gut, und in diversen Ketten und Buffets recht günstig. Wir haben oft in so genannten Foodcourts gegessen die es praktisch an jeder Ecke gab. Unser Lieblinkskette war Panda Express, in der es sehr gutes chinesisches Essen in Buffetform gab. Burger gab es nur einmal im Disneyland, und einmal bei Wendys . Bei McDonalds waren wir (oh Wunder) nur einmal in Philadelphia am Flughafen, da haben wir uns mit dem letzten Papiergeld zwei Soft Ice geholt. Das kulinarische Highlight der Reise war nicht etwa ein Las Vegas Buffet, sondern diese Wertung geht ganz klar an die Steakrestaurant Kette Outback, wo wir ausgezeichnete Steaks gegessen haben.
Ein regulärer Restaurantbesuch abseits der günstigen Fast Food Restaurants schlägt sich aber schnell in der Brieftasche nieder, und 100 Dollar sind mit Trinkgeld (15%) schneller weg, als man glaubt ...

Wir werden wieder eine ähnliche Tour machen damit auch unsere kleine Anna, Shamu und Disneyland kennen lernt. Das nächste mal werden wir aber zu einer Zeit fahren wo es garantiert warm ist, und es wird dann wahrscheinlich nach Florida gehen. Vielleicht gibt es auch irgendwann noch mal einen längeren Las Vegas und Umgebung Aufenthalt. Aber im Prinzip sind wir doch eher die Asien Urlauber und freuen uns schon sehr auf den nächsten Urlaub – wenn es dann wahrscheinlich wieder nach Thailand geht

ENDE

Aktualisiert ( Sonntag, 04. Mai 2008 08:09 )