| Kuala Lumpur - Khao Lak 2008 Reisebericht |
|
Anreise28.03.2008: Eigentlich sollte es erst einen Tag später losgehen, doch wir hatten uns entschlossen, eine Nacht in München zu verbringen, um ausgeschlafen unsere Reise beginnen zu können. Da der Flieger nach Abu Dhabi am nächsten Tag am frühen Vormittag ging, hätten wir ansonsten mitten in der Nacht von zu Hause losfahren müssen. Wir sind also am Nachmittag bereits nach München gefahren und hatten somit einen Tag mehr Urlaub. Im Marriott München buchten wir schon im Voraus ein Park-Sleep-und-Fly-Package um 99 Euro. Da in diesem Preis auch der Parkplatz für den kompletten Urlaub inkludiert war, kam uns das Paket auch nicht teurer als die Parkplatzgebühr am Flughafen für – und unser Auto war sogar in der Tiefgarage untergebracht. Abflug nach Abu Dhabi29.03.2008 : Pünktlich um 7 Uhr wurden wir geweckt und danach ging es mit dem Shuttle zum Terminal. Dort war noch gar nichts los und wir hatten innerhalb kürzester Zeit eingecheckt. Danach frühstückten wir (ganz traditionell) bei Burger King und machten uns bereit für den rund fünfeinhalb Stunden dauernden Flug nach Abu Dhabi.
Der Flug mit Etihad war eigentlich recht entspannend. Dank einer super Bordunterhaltung (über 70 Filme!) verging die Zeit buchstäblich „wie im Flug“. Generell kann man sagen, dass sich der Service von Etihad nochmals verbessert hat. Als wir vor eineinhalb Jahren das erste Mal flogen, hatten wir zwar auch einen schönen Flug, aber es steckte noch alles ein wenig in den Kinderschuhen (z. B. war die Bordunterhaltung damals nur auf französisch, Bord- und Bodenpersonal waren etwas unkoordiniert, das Umsteigen in Abu Dhabi ein kleines Durcheinander). Dieses Mal kann man sagen, dass die Hin- und auch die Rückflüge fast perfekt waren. Fast deshalb, weil es für Anna leider wieder kein Geschenk gab. Eine Kleinigkeit sollte bei einem langen Flug schon drinnen sein, da bekommt man ja normalerweise schon im Billigflieger etwas und das Geschenk ist für einen kleinen Knirps ein Highlight auf jedem Flug. Zwischenlandung in Abu Dhabi und ein Besuch im Emirates PalaceWir wussten, dass wir in Abu Dhabi sieben Stunden Aufenthalt haben würden, ehe es nach Kuala Lumpur weiterging. Wir machten uns schon bei der Planung unserer Reise darüber Gedanken, wie wir die Zeit dort rumbringen sollten. Da der Flughafen unter die Kategorie „Fadester Flughafen überhaupt“ fällt beschlossen wir, mit dem Taxi nach Abu Dhabi zu fahren und uns das Emirates Palace Hotel anzusehen. Das Ganze stellte sich bei der Planung als gar nicht so einfach heraus. Erstens war nicht wirklich klar, ob wir den Flughafen verlassen durften, und zweitens wurde uns per Mail mitgeteilt, dass man nur dann sicher ins Hotel durfte, wenn man eine Reservierung für Restaurant oder Hotel hatte.
Da wir nicht wussten, ob wir den Flughafen überhaupt verlassen dürfen, und uns eine Restaurantreservierung ohnehin viel zu teuer gekommen wäre (etwa 70 Euro pro Person), haben wir es einfach auf gut Glück versucht, und es hat alles so geklappt, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir sind einfach ohne Fragen aus dem Flughafen raus, ganz normal mit Handgepäck in die V.A.E. eingereist und haben uns ein Taxi zum Emirates Palace genommen.
Wir schlenderten eineinhalb Stunden durch das Hotel und sind dann mit dem Taxi ins Nahe gelegene Marina Mall Shoppingcenter und haben dort im Food Cort gut gegessen. Bei der Rückfahrt gab es noch eine kleine Unsicherheit, weil die Taxischlange vor dem Einkaufszentrum riesig war und eine zeit lang nichts weiterging. Wir haben dann nach fast 40 Minuten Wartezeit doch ein Taxi bekommen und es natürlich doch rechtzeitig zum Abflug geschafft. Auch die Ausreise aus Abu Dhabi klappte zügig und ohne längere Wartezeiten. Ankunft in Kuala Lumpur30.03.2008: Auch der Flug von Abu Dhabi verlief sehr ruhig und die Maschine war relativ leer. Es war noch soviel Platz, dass jeder, der wollte, eine ganze Viererreihe für sich hatte (und blieben sogar welche frei). Beim Aussteigen aus dem Flugzeug haben wir bemerkt, dass wir unsere Digitalkamera in Abu Dhabi am Sicherheitsscheck vergessen hatten. Darum haben wir auch leider keine selbst gemachten Fotos vom bisher Erlebten. Die Fotos aus Abu Dhabi hier sind von fotalia.de, um wenigstens einen kleinen Teil von dem wiederzugeben, was wir bisher gesehen hatten. Die Einreise nach Malaysia klappte problemlos, da uns ein Offizieller aus der Warteschlange rausfischte und uns vorgelassen hat (was ich als sehr familienfreundlich empfand), sonst würden wir wohl noch heute warten. Also ab ins Taxi und schon konnte es ab in die Innenstadt gehen (fast 70 Minuten Fahrzeit!). Schon von weitem sahen wir die Petronas Towers, auf die man aus fast jedem Winkel der Stadt einen Blick hat. Die Towers waren für uns quasi ein ein Wegweiser, da unser Hotel in unmittelbarer Nähe lag. Gegen 14 Uhr waren wir endlich am ersten Ziel unserer Reise. Danach hieß es erst einmal „Schlafen für alle“.
Stadtrundfahrt durch Kuala Lumpur und Shopping31.03.08: Erstaunlich gut ausgeschlafen und nach einem guten Frühstück startete unsere vorab gebuchte halbtätige Stadtrundfahrt, die uns einen ersten Überblick über Kuala Lumpur gab. Wir besuchten den Königspalast, die Nationalmoschee, das National Monument, das Nationalmuseum (Muzium Negara), den Merdeka Square (Platz der Unabhängigkeitserklärung), das Sultan Abdul Samad Building (hier waren die Briten während ihrer Regentschaft untergebracht) und zum Schluss noch eine Straße, von der man die Petronas Towers besonders schön im Hintergrund fotografieren konnte. Die Tour war ideal, um die Stadt ein wenig kennenzulernen und die touristischen Höhepunkte abzuklappern. Eigentlich sollte es ja noch in eine Fabrik gehen, doch wir baten den Guide uns beim Hotel abzusetzen, da wir (noch) nicht in Shoppinglaune waren und Anna kurz vorm Einschlafen war. Bevor wir unser Mittagsschläfchen hielten, ging es noch kurz in den Pool, um die schöne Anlage ausnützen zu können. Eigentlich wollten wir nach dem Mittagsschläfchen zu Fuß zum Menara Fernsehturm (KL Tower). Wie sich jedoch herausstellte, war der Weg vom Hotel aus doch viel zu weit und wir drehten auf halber Strecke um und fuhren mit der Monorail zum Bintang Walk, der Shoppingmeile in Kuala Lumpur. Wir besuchten gleich das Sungai Wang Plaza, weil wir vorab den Tipp bekommen hatten, dass man dort günstig einkaufen könnte. Das Angebot und die Preise sind ähnlich wie in Bangkok. Wer hier Zeit hat, kann sicher viele Schnäppchen machen. Wir deckten uns mit so nötigem Zeugs wie Sonnenbrillen, Haarspangen und ein paar Kleidchen für Anna ein. Im Sungai Wang Plaza gab es auch noch Abendessen (Mc Donald’s, um mal was anderes zu haben) und danach gingen wir nocheinmal den Bintang Walk hinauf und herunter, ehe es mit der Monorail zurück ins Hotel ging. Kuala Lumpur Bird Park und Chinatown01.04.08: Am zweiten Tag ging es in den Kuala Lumpur Bird Park, der mit tausenden Vogelarten angeblich der größte überdachte Vogelpark der Welt ist. Wir fuhren mit dem Taxi dorthin und konnten viele verschiedene Vogelarten bewundern. Ganz lustig war natürlich das Federvieh, welches im Garten frei rumlief, sich auf unsere Köpfe setzte und sonstigen Schabernack mit uns trieb. Ein Pfau z. B. hat Anna verfolgt, sie hat schon richtig Panik bekommen. Wir durften Emus füttern, Entenküken streicheln und mit Papageien und Eulen Fotos machen. Es ist zwar ein schöner Park aber mit fast 20 Euro Eintritt (Kinder zahlen ab drei) ein recht teures Vergnügen, zumindest für asiatische Verhältnisse. Für Tierfotografen ist es ein Hit, da man sehr nahe an die verschiedenen Vogelarten herankommt. Alles in allem was es ein netter Ausflug – ideal, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Gegen 13 Uhr ging es zurück ins Hotel, ein kurzer Sprung in den Pool und dann gab es unser obligatorisches Mittagsschläfchen. Nach dem Besuch gönnten wir uns ein Supersteak im gegenüberliegenden Outback (Restaurantkette). Scheinbar ist die Kette wirklich ein Garant für beste Steaks, wir kennen die Kette aus den USA und auch in Kuala Lumpur gab es wieder Steaks, die so gut waren, dass ich sie lange nicht vergessen werde. Danach fuhren wir mit dem Taxi in die Petaling Street (Chinatown von Kula Lumpur), eine Marktstraße rechts und links voll mit Ständen. Hier bekommt man sehr gut alle möglichen Textilien, Handtaschen, Koffer (vor allem Fakes) – eigentlich alles Mögliche. Es gibt selten einen Markt, auf dem es so rundgeht wie hier. Die Preise sind oftmals angeschrieben und generell sehr günstig (Thailandniveau). Wer shoppen will, sollte hier unbedingt vorbeisehen. Meiner Meinung ist dies ein Höhepunkt unseres Besuchs in Kuala Lumpur (neben den Petronas Towers). Wir deckten uns dort mit Souvenirs, T-Shirts und Kinderkleidung ein und fuhren danach mit dem Taxi zurück ins Hotel. Generell ist zu sagen dass Taxifahren in Kuala Lumpur sehr günstig ist. Wir haben für jede Strecke, die wir gefahren sind, maximal ein paar Euro bezahlt. Alle Fahrer haben von sich aus das Taxometer eingeschaltet und wir hatten nie das Gefühl „ausgenommen“ zu werden. KL Tower und Abflug nach Khao Lak02.04.08: Am letzten Tag unseres Aufenthalts in Kuala Lumpur war noch einmal Sightseeing angesagt, ehe es am späten Nachmittag nach Khao Lak weiterging. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Taxi zu einem weiteren Wahrzeichen, dem Kula Lumpur Tower (Menara Fernsehturm). Wir wurden freundlich begrüßt (wir waren an diesem Tag die zweiten Besucher) und fuhren die 421 Meter mit dem Lift hoch zur Aussichtsplattform.
Danach fuhren wir wieder zurück ins Hotel und packten unsere Sachen für den Flug nach Phuket. Auf der Taxifahrt zum Flughafen gab es noch eine kleine Verwirrung, weil der Taxifahrer nicht genau wusste, wie er zum Low Cost Terminal kommt. Er ist auf der halben Strecke zum Flughafen plötzlich von der Autobahn abgefahren und wusste nicht so recht weiter. Er meinte, dass es eine neue Straße gibt, und er sich wohl verfahren hätte. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass sämtliche Billigflüge von diesem speziellen Low Cost Terminal abfliegen. Das Low Cost Carrier Terminal (LCCT) ist ein Abfertigungsgebäude, das speziell an die Bedürfnisse der Billigflieger angepasst ist. Es befindet sich zwischen den beiden Runways, 20 Straßenkilometer (!) vom Hauptabfertigungsgebäude entfernt. Unbedingt zum richtigen „Flughafen“ bringen lassen – steht am Ticket (KLIA /KUL ist der internationale Teil, KLCCT der „Billigflieger“ Flughafen). Abgesehen davon, dass wir noch nie einen Taxifahrer hatten, der den Weg zum Flughafen nicht gefunden hat, war der Umweg für uns recht interessant, da wir an einem riesigen Gebäudekomplex vorbeigefahren sind. Wie sich erst zu Hause herausstellte, waren wir in Putrajaya, einer Planstadt, in der die komplette Verwaltung von Malaysia untergebracht ist.
Wir haben den Weg zum Flughafen dann aber doch gefunden und flogen mit dem Billigflieger Air Asia (65 Euro für uns drei) weiter nach Phuket. Dort wartete schon ein Fahrer vom Hotel auf uns, der uns in rekordverdächtiger Geschwindigkeit nach Khao Lak gebracht hat (wir hatten nicht einmal eine volle Stunde gebraucht!). 8 Tage in Khao Lak02. -11.04.08: Die folgenden 9 Tage haben wir es uns einfach nur gemütlich gemacht. Wir haben, abgesehen davon, dass wir abends nach Khao Lak oder in die näheren Umgebung gefahren sind, keine Ausflüge gemacht. Dann gab es noch ein Thai- und ein Cowboy-Büffet, jede Menge Mücken, tausende Frösche, noch mehr Geckos und das eine oder andere Chang, Singha oder Tiger Beer. Also, 8 Tage nur faul sein. Einfach nur relaxen, nichts tun und ab und zu mal ins Internet gucken, ob zu Hause noch alles steht. Es war eigentlich nichts anderes als ein "Pauschalurlaub mit individueller Anreise" Mukdara Beach HotelGleich vorweg: das Hotel ist sehr gut und grundsätzlich fehlt es an nichts, was man von einem guten Hotel erwartet. Es gibt eine wunderschöne Gartenanlage, traumhafte Pools, riesige Bungalows in ansprechender thailändischer Architektur. Das Service war ok (abgesehen von ewig langen Wartezeiten), die Gastronomie hat gemundet, das Personal war stets bemüht, die Preise für Speis und Trank im Vergleich zu „draußen“ fair.
Die Zimmer sind das Beste, das wir je erleben durften. Jedes war zirka 70 Quadratmeter groß, mit riesigem Bad und großer Terrasse – absolut perfekt, besser wird schon sehr schwierig (vor allem in dieser Preisklasse – Mails mit Vorschlägen nehme ich aber gerne an) . Eigentlich gäbe es nichts zu meckern, wenn es da die Strandsituation nicht gäbe. Das Hotel wird als Strandhotel verkauft, Originalzitat aus dem: „Am besten Strandabschnitt von Khao Lak erwarten Sie weißer Strand und kristallklares Wasser“.
Außerdem wird der Strand aus Naturschutzgründen nicht bewirtschaftet und es gibt weder Liegen noch Sonnenschirme am Strand. Das ist zwar löblich, doch für Strandurlauber natürlich nicht so vorteilheift, da es ab elf Uhr keine natürlichen Sonnenspender mehr gibt. Die Sonne kommt dann nämlich von vorne. Es gibt also auch keine Möglichkeit, sich an den Strand mit einem Handtuch zu legen, außer man hat Lust, sich danach von der Sonne verbrannt verarzten zu lassen.
Zu der ohnehin unvorteilhaften Strandsituation kommt jetzt noch, das es scheinbar viele Quallen vor Ort gibt. Scheinbar deswegen, weil wir die ganze Woche keine gesehen haben. Wir haben aber öfters Verletzte Gäste im Hotel gesehen, die sich verarzten ließen. Auch Sandra hat es (zum Glück nur leicht) erwischt. Der Grund, warum wir keine gesehen haben, ist schlicht das trübe Wasser (durch den aufgewirbelten Sand), das ist wie schnell fahren im Nebel. Man war im Wasser praktisch blind und man konnte Quallen gar nicht sehen (ab der Badehose war finster).
So, zurück zum Hotel. Aufgrund der Strandsituation spielte sich natürlich alles an den Pools ab. Am Bachpool lagen da ca. 100. Leute und alles war dicht gedrängt. Liegestuhl an Liegestuhl, und das teilweise in vier Reihen. Das Ganze spielte sich auf so engem Raum ab, dass es einfach nicht gemütlich war und man keinerlei Privatsphäre hatte. Am zweiten Pool (größer, aber nicht im Strandbereich) war die Situation besser, dort gab es genug Liegen, aber der Hauptpool lag weiter weg vom Strand, und wir fliegen ja nicht um die halbe Welt in ein Strandhotel, um dann zehn Tage an einem Pool zu hocken, wo man nicht einmal das Meer sehen kann.
Was kann das Mukdara dafür ?Für den Strand nichts, aber für die enge Liegestuhlbestückung schon etwas. Praktisch der halbe Bachfrontteil vorm Hotel wird als Terrasse für Gastronomie benutzt. Da diese ohnehin nicht genutzt wird, (Hotel war zwar voll, aber im Restaurant bzw. an der Beachbar war immer gähnende Leere) sollte man die bestehenden Liegestühle auf diese zusätzliche Fläche aufteilen. Das würde die Situation ein wenig entspannen. Das mit den Liegen haben andere Hotels an dem Strandabschnitt viel besser gelöst. Das Hotel ist wirklich ein Hit. Aber wenn mich jemand fragen würde, in welchem Hotel in Thailand man einen schönen Strandurlaub machen kann, dem würde ich das Mukdara eher nicht empfehlen Khao LakIn dem Bereich in dem wir waren (Bang Niang Beach) gab es verstreut ein paar (gute) Restaurants und an der Hauptstraße (ca. 10 Minuten zu Fuß) einen kleinen Supermarkt, ein paar kleine Shops (üblicher Ramsch) und einen Geldautomaten. Das Ganze fällt eher in die Kategorie „Tote Hose“. Wer flanieren will, muss nach Khao Lak (Center – La On Village). Hier gibt es dann auf einer Strecke von ca. einem Kilometer Länge ein Restaurant nach dem anderen, viele Shops, kleine Supermärkte usw. Die Fahrt dorthin kostet vom Mukdara aus einen Fixpreis von 150 Baht und dauert zirka zehn Minuten. Preise in Khao Lak :Die Preise in Khao Lak sind teilweise für thailändische Verhältnisse recht hoch. Die Restaurants (mit internationaler Küche) liegen mindestens auf europäischem Niveau. So kostet ein großes Bier bis zu 190 Baht, was fast vier Euro entspricht. Wir hatten kein Abendessen unter 1200 Baht. Zum Vergleich zahlten wir in Samui und Hua Hin meist 600 bis 800, in ganz seltenen Ausnahmefällen mal mehr als tausend. Günstig waren ausnahmslos die ganz einfachen „Restaurants“ (bessere Strandhütten), die meist sehr einfach ausgesehen haben oder jene, die ausschließlich Thaifood anboten.
Irgendwo habe ich gelesen, dass die guten „Gastronomieleute“ alle beim Tsunami ums Leben gekommen sind und die Restaurantbesitzer sehr schwer Ersatzpersonal finden. Das ist zwar traurig und makaber, scheint aber voll zu stimmen. Generell sollte man ohnehin immer im Hinterkopf haben, was die Leute in Khao Lak während des Tsunamis durchgemacht haben. Die Schäden sind zwar alle beseitigt, doch wenn man im Internet ein wenig recherchiert wird man erfahren, dass gerade dieser Teil von Thailand sehr stark betroffen war; praktisch alle Resorts wurden neu aufgebaut. Wenn man sich das vom Tsunami angestrandete Police Boat ansieht und bedenkt, wie weit das Boot vom Meer weg ist, dann hat man ein ungefähre Vorstellung von dem was hier los gewesen sein muss. Zu Fuß würde man etwa zwanzig Minuten gehen, um vom Meer zum Boot zu gelangen. Im Großen und Ganzen war das Preisleistungsverhältnis aber trotzdem immer noch ok. Ein gutes Steak um zehn Euro passt schon noch, aber so über den Daumen würde ich sagen, dass wir in Khao Lak etwa 20 – 30 Prozent mehr für Speis und Trank ausgeben haben als an anderen Orten in Thailand. (Das ist mein Vergleich zum letzten Mal im Herbst 2006.) Eine wirkliche Frechheit ist aber der Preis vom Mukdara zur Hauptstraße (zirka einen Kilometer entfernt, etwa zehn Minuten Fußweg). Die wollen doch wirklich 100 Baht für die einminütige Fahrt! Da bin ich richtig sauer geworden und wir sind wieder ausgestiegen. So etwas ist dann schon Abzocke. Einheimische zahlen für solche kurzen Strecken 10 oder maximal 20 Baht. Da kann man auch nicht handeln, die verlangen (abgesprochene) Fixpreise. Auf Koh Samui fährt man um das Geld um die halbe Insel von Chaweng nach Bophut. Generell hatte ich in Khao Lak nicht das Gefühl, preiswert Urlaub zu machen. Ich bin mir zeitweise ein wenig ausgenutzt vorgekommen und hatte irgendwie das Gefühl, dass die Touristen nun richtig rangenommen werden um die Verluste des Tsunamis wieder reinzubringen. Auf der einen Seite vergönne ich den armen Leuten, dass es wieder aufwärts geht, auf der anderen Seite hoffe ich nicht, dass sie es mit den Preisen übertreiben und sich so die Kunden vergraulen. Wir persönlich werden nicht mehr nach Khao Lak fahren. Das hat aber nichts mit dem Ort und schon gar nichts mit den Preisen zu tun, sondern mit der Situation am Strand. Das hat uns nicht wirklich gefallen. Zum Glück hatten wir ein Tophotel, darum kann man sagen, dass es trotz allem ein sehr schöner Aufenthalt war. Abflug nach Bangkok11.04.08: Gut erholt ging es in der Früh los zum Flughafen. Der selbe Fahrer, der uns abholte, brachte uns in derselben atemberaubenden Geschwindigkeit wieder zum Flughafen nach Phuket.Dieses mal ging es mit Nok Air (ein weiterer Billigflieger) weiter nach Bangkok. Mit dem Taxi fuhren wir in die Innenstadt, wo wir wieder im Novotel Lotus nächtigten. In diesem Hotel waren wir jetzt schon fünf Mal und bis jetzt haben wir noch keine wirkliche Alternative gefunden, die um den gleich niedrigen Preis (heuer 55 Euro pro Doppelzimmer) Ähnliches leistet. Es hat eine gute Lage (fünf Minuten zur Skytrainstation Phrom Phong), die Zimmer sind sehr sauber und das Beste am Hotel ist das 5-Sterne-Frühstück mit allem, was das Herz begehrt. Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel (zum Glück konnte sich Anna nicht mehr an den Pool erinnern) ging es gleich weiter zum MBK Center, unserem Lieblingsshoppingcenter, wo wir gleich einmal zum KFC essen gingen. Ein Besuch bei dieser Kette gehört auch schon zu einem Bangkokbesuch dazu, die Spicy Chicken dort sind sehr lecker.
Auch heuer haben wir uns wieder (in eine der oberen Etagen) mit T-Shirts und Kinderbekleidung eingedeckt. Aber da Anna kein Mittagsschläfchen hatte war das Einkaufen ein wenig stressig, da sie anfing herumzuquengeln. Dusit Zoo und Shopping in Bangkok12.04.08: Nach einem fulminanten Frühstück und den ersten Songkran-Wasserspritzern (einer Hotelbediensteten) ging es mit dem Taxi zum Dusit Zoo. Auch heuer wollte uns der Taxifahrer bzw. der Hotelpage überreden, doch zur Snakefarm zu fahren. Aber wir blieben standfest und wollten endlich in den Zoo. Beim letzten Bangkok-Aufenthalt wurden wir ja so lange bequatscht, in den Safaripark zu fahren, dass wir genervt aufgegeben hatten und in den Safaripark gekarrt wurden.
Uns wunderte, wie das die armen Tiere aushalten.
Wir sind dann mit dem Bummelzug noch im Gelände herumgefahren. Der ganze Zoo ist eher so was ähnliches wie eine Mischung aus kleiner Vergnügungspark, Picknickpark und eben Zoo. Überall gab es kleine Bahnen und Kartautos. Mit Nach dem Shoppen und Essen im Platinum Mall Foodcort fuhren wir mit der Skytrain zurück ins Hotel und freuten uns, dass wir heute ohne Party schlafen konnten. Siam Ocean World und Abreise13.04.08: Am letzten Tag gab es noch ein kleines Vormittagsprogramm. Wir besuchten die Siam Ocean World – das größte Aquarium in Südostasien direkt in der Siam Paragon Mall. Der Besuch war ein voller Erfolg, noch nie waren wir in einem so schönen Aquarium. Es war sogar besser als jenes in Singapur. Unzählige Fischarten, Haie, Wasserschildkröten, Seepferdchen, Pinguine waren zu bewundern. Als Höhepunkt machten wir eine Fahrt mit dem Glasbodenboot direkt im Aquarium. Der Eintritt war zwar nicht besonders günstig, jedoch jeden Baht wert. Das Aquarium sollte man sich unbedingt ansehen, wenn man gerne Unterwasserwelten bewundert.
Ein verhinderter „Formel-1-Fahrer“ (bei 140 Meilen am Tacho stoppte ich durch einen bösen Zwischenruf seinen Ehrgeiz, uns so schnell wie nur möglich zum Ziel zu bringen!) brachte uns zum Flughafen und der Urlaub ging zu Ende. Die Heimflüge verliefen zwar ruhig, waren aber nicht so entspannend wie die Hinflüge. Beide Flüge waren rappelvoll, von freier Viererreihe zum Schlafen konnte keine Rede sein. Anna schlief mehr oder weniger im Sitzen. Irgendwie haben wir die beiden Sechs-Stunden-Flüge aber doch geschafft und sind mit einer Stunde Verspätung in München angekommen. Danach kam nur mehr ein kurzer Ritt in zurück in die Steiermark - und wir waren wieder zu Hause. Wie hat es uns gefallen ?Der Urlaub war super, Kuala Lumpur wurde eine neue Lieblingsstadt in Asien (wir kommen wieder), Bangkok ist sowieso der Hit, nur in Khao Lak hat es uns aufgrund des Strandes nicht so gut gefallen. Zwar war das Hotel sehr schön, aber ein Strandurlaub ohne Liegemöglichkeit am Strand Planschen im Meer ist halt doch nicht das Wahre für uns.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |