Reiseberichte von Sandra, Manfred und Anna

2008 Kuala Lumpur / Khao Lak

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Kuala Lumpur - Khao Lak 2008 Reisebericht PDF Drucken E-Mail
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Kuala Lumpur - Khao Lak 2008 Reisebericht
2 Ankunft in KUL
3 Kuala Lumpur 1
4 Kuala Lumpur 2
5 Kuala Lumpur 3
6 Khao Lak
7 Fazit Khao Lak
8 Bangkok 1
9 Bangkok 2
10 Abreise
11 Reise Resumee
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Anreise

28.03.2008: Eigentlich sollte es erst einen Tag später losgehen, doch wir hatten uns entschlossen, eine Nacht in München zu verbringen, um ausgeschlafen unsere Reise beginnen zu können. Da der Flieger nach Abu Dhabi am nächsten Tag am frühen Vormittag ging, hätten wir ansonsten mitten in der Nacht von zu Hause losfahren müssen. Wir sind also am Nachmittag bereits nach München gefahren und hatten somit einen Tag mehr Urlaub. Im Marriott München buchten wir schon im Voraus ein Park-Sleep-und-Fly-Package um 99 Euro. Da in diesem Preis auch der Parkplatz für den kompletten Urlaub inkludiert war, kam uns das Paket auch nicht teurer als die Parkplatzgebühr am Flughafen für – und unser Auto war sogar in der Tiefgarage untergebracht.

Abflug nach Abu Dhabi

29.03.2008 : Pünktlich um 7 Uhr wurden wir geweckt und danach ging es mit dem Shuttle zum Terminal. Dort war noch gar nichts los und wir hatten innerhalb kürzester Zeit eingecheckt. Danach frühstückten wir (ganz traditionell) bei Burger King und machten uns bereit für den rund fünfeinhalb Stunden dauernden Flug nach Abu Dhabi.

Abflug in München Archivbild aus 2006Abflug in München Archivbild aus 2006, da Kamera verlorenInflight Entertainment der Etihad -  Archivbild aus 2006, da Kamera verloren

Der Flug mit Etihad war eigentlich recht entspannend. Dank einer super Bordunterhaltung (über 70 Filme!) verging die Zeit buchstäblich „wie im Flug“. Generell kann man sagen, dass sich der Service von Etihad nochmals verbessert hat. Als wir vor eineinhalb Jahren das erste Mal flogen, hatten wir zwar auch einen schönen Flug, aber es steckte noch alles ein wenig in den Kinderschuhen (z. B. war die Bordunterhaltung damals nur auf französisch, Bord- und Bodenpersonal waren etwas unkoordiniert, das Umsteigen in Abu Dhabi ein kleines Durcheinander). Dieses Mal kann man sagen, dass die Hin- und auch die Rückflüge fast perfekt waren. Fast deshalb, weil es für Anna leider wieder kein Geschenk gab. Eine Kleinigkeit sollte bei einem langen Flug schon drinnen sein, da bekommt man ja normalerweise schon im Billigflieger etwas und das Geschenk ist für einen kleinen Knirps ein Highlight auf jedem Flug.

Zwischenlandung in Abu Dhabi und ein Besuch im Emirates Palace

Wir wussten, dass wir in Abu Dhabi sieben Stunden Aufenthalt haben würden, ehe es nach Kuala Lumpur weiterging. Wir machten uns schon bei der Planung unserer Reise darüber Gedanken, wie wir die Zeit dort rumbringen sollten. Da der Flughafen unter die Kategorie „Fadester Flughafen überhaupt“ fällt beschlossen wir, mit dem Taxi nach Abu Dhabi zu fahren und uns das Emirates Palace Hotel anzusehen. Das Ganze stellte sich bei der Planung als gar nicht so einfach heraus. Erstens war nicht wirklich klar, ob wir den Flughafen verlassen durften, und zweitens wurde uns per Mail mitgeteilt, dass man nur dann sicher ins Hotel durfte, wenn man eine Reservierung für Restaurant oder Hotel hatte.

Flughafen Abu Dhabi (Archivbild 2006)Flughafen Abu Dhabi (Archivbild 2006)Jeder hat seinen eigenen Bildschirm (Archivbild)

Da wir nicht wussten, ob wir den Flughafen überhaupt verlassen dürfen, und uns eine Restaurantreservierung ohnehin viel zu teuer gekommen wäre (etwa 70 Euro pro Person), haben wir es einfach auf gut Glück versucht, und es hat alles so geklappt, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir sind einfach ohne Fragen aus dem Flughafen raus, ganz normal mit Handgepäck in die V.A.E. eingereist und haben uns ein Taxi zum Emirates Palace genommen.

Das Hotel selbst ist schon sehr sehenswert – ein richtiger Palast eben. Wer die Hotels in Las Vegas kennt (Venetian, Bellagio usw.) dem wird die Kinnlade vor Begeisterung nicht runterfallen. Beeindruckend ist die riesige Auffahrt, die nur von Staatsgästen und dem Scheich befahren werden darf. Auch die Kuppel und vor allem die Sicht im Inneren waren sehr beeindruckend. Alles in allem war es den Ausflug wert, hätten wir eine Nacht dort gebucht (zogen wir auch in Erwägung) wären wir aber eher enttäuscht gewesen, weil es ähnliche Hotels in Las Vegas beinahe an jeder Straßenecke gibt und die Preise im Emirates Palace doch exorbitant hoch sind. Wer jedoch in der Gegend ist sollte es sich ansehen. Das Emirates gilt doch als ein Wahrzeichen von Abu Dhabi.

Emirates Palace von aussen‚ © Nona / PIXELIOBeeindruckende Wasserspiele vor dem Emirates Palace Hotel‚ © Nona/ PIXELIO Im Inneren des Emirates Palace Hotels‚ © Walter/ PIXELIO

Wir schlenderten eineinhalb Stunden durch das Hotel und sind dann mit dem Taxi ins Nahe gelegene Marina Mall Shoppingcenter und haben dort im Food Cort gut gegessen. Bei der Rückfahrt gab es noch eine kleine Unsicherheit, weil die Taxischlange vor dem Einkaufszentrum riesig war und eine zeit lang nichts weiterging. Wir haben dann nach fast 40 Minuten Wartezeit doch ein Taxi bekommen und es natürlich doch rechtzeitig zum Abflug geschafft. Auch die Ausreise aus Abu Dhabi klappte zügig und ohne längere Wartezeiten.

Wir hatten genügend Sicherheitspuffer eingeplant und langweilten uns noch fast drei Stunden am Flughafen, ehe es endlich nach Kuala Lumpur weiterging.
Wer übrigens schöne Fotos von Dubai und Abu Dhabi sucht sollte mal auf dubai-report.de vorbeisehen


Ankunft in Kuala Lumpur

30.03.2008: Auch der Flug von Abu Dhabi verlief sehr ruhig und die Maschine war relativ leer. Es war noch soviel Platz, dass jeder, der wollte, eine ganze Viererreihe für sich hatte (und blieben sogar welche frei). Beim Aussteigen aus dem Flugzeug haben wir bemerkt, dass wir unsere Digitalkamera in Abu Dhabi am Sicherheitsscheck vergessen hatten. Darum haben wir auch leider keine selbst gemachten Fotos vom bisher Erlebten. Die Fotos aus Abu Dhabi hier sind von fotalia.de, um wenigstens einen kleinen Teil von dem wiederzugeben, was wir bisher gesehen hatten.

Die Einreise nach Malaysia klappte problemlos, da uns ein Offizieller aus der Warteschlange rausfischte und uns vorgelassen hat (was ich als sehr familienfreundlich empfand), sonst würden wir wohl noch heute warten. Also ab ins Taxi und schon konnte es ab in die Innenstadt gehen (fast 70 Minuten Fahrzeit!).

Anna macht große Augen in MalaysiaDie berühmten  Petronas Towers bei NachtWeiters ist in den Zwillingstürmen ein riesiges Shopping Center untergebracht

Schon von weitem sahen wir die Petronas Towers, auf die man aus fast jedem Winkel der Stadt einen Blick hat. Die Towers waren für uns quasi ein ein Wegweiser, da unser Hotel in unmittelbarer Nähe lag. Gegen 14 Uhr waren wir endlich am ersten Ziel unserer Reise.

Nachdem wir im Renaissance Kuala Lumpur eingecheckt hatten, wollte unsere Kleine noch unbedingt in den Pool und wir haben ihr den Gefallen getan (wir waren nach der langen Reise ja eigentlich sehr müde) und sind eine halbe Stunde im riesigen Pool umhergeplanscht.

Danach hieß es erst einmal „Schlafen für alle“.

Gegen 19 Uhr wurden wir wieder munter und draußen war es schon finster. Da wir ein Zimmer im 21. Stock und von daher eine Traumaussicht hatten, sahen wir die Petronas Towers erstmals in voller Beleuchtung, was schon sehr beeindruckend war.

Ein weiteres Wahrzeichen bei Nacht : Der Kula Lumpur FernsehturmEine meiner schönsten Aufnahmen aus Kuala Lumpur Nochmals die Petronas Towers bei Nacht


Wir spazierten zu den Petronas Towers und beschlossen, im dort untergebrachten Einkaufszentrum (Suria KLCC) etwas zu essen. Ich nutzte die Gelegenheit und kaufte mir gleich eine neue Digitalkamera, um nicht den ganzen Urlaub mit der großen Spiegelreflex herumlaufen zu müssen. Wir haben die Kamera gleich dazu verwendet, um die Tower bei Nacht zu fotografieren.

Danach sind wir zurück ins Hotel und gingen endgültig schlafen.


Stadtrundfahrt durch Kuala Lumpur und Shopping

31.03.08: Erstaunlich gut ausgeschlafen und nach einem guten Frühstück startete unsere vorab gebuchte halbtätige Stadtrundfahrt, die uns einen ersten Überblick über Kuala Lumpur gab. Wir besuchten den Königspalast, die Nationalmoschee, das National Monument, das Nationalmuseum (Muzium Negara), den Merdeka Square (Platz der Unabhängigkeitserklärung), das Sultan Abdul Samad Building (hier waren die Briten während ihrer Regentschaft untergebracht) und zum Schluss noch eine Straße, von der man die Petronas Towers besonders schön im Hintergrund fotografieren konnte.

Wache halten vor dem malaysischen KönigspalastHier wohnt der König von Malaysia National Monument

Die Tour war ideal, um die Stadt ein wenig kennenzulernen und die touristischen Höhepunkte abzuklappern. Eigentlich sollte es ja noch in eine Fabrik gehen, doch wir baten den Guide uns beim Hotel abzusetzen, da wir (noch) nicht in Shoppinglaune waren und Anna kurz vorm Einschlafen war. Bevor wir unser Mittagsschläfchen hielten, ging es noch kurz in den Pool, um die schöne Anlage ausnützen zu können.

Sultan Abdul Samad Building (hier waren die Briten während ihrer Regentschaft untergebracht)Fotosession vor den Petronas TowersIn der Nähe des National Monuments

Eigentlich wollten wir nach dem Mittagsschläfchen zu Fuß zum Menara Fernsehturm (KL Tower). Wie sich jedoch herausstellte, war der Weg vom Hotel aus doch viel zu weit und wir drehten auf halber Strecke um und fuhren mit der Monorail zum Bintang Walk, der Shoppingmeile in Kuala Lumpur. Wir besuchten gleich das Sungai Wang Plaza, weil wir vorab den Tipp bekommen hatten, dass man dort günstig einkaufen könnte.

Affen füttern In Kuala LumpurSandra und Anna in ShoppinglauneBintang Walk

Das Angebot und die Preise sind ähnlich wie in Bangkok. Wer hier Zeit hat, kann sicher viele Schnäppchen machen. Wir deckten uns mit so nötigem Zeugs wie Sonnenbrillen, Haarspangen und ein paar Kleidchen für Anna ein. Im Sungai Wang Plaza gab es auch noch Abendessen (Mc Donald’s, um mal was anderes zu haben) und danach gingen wir nocheinmal den Bintang Walk hinauf und herunter, ehe es mit der Monorail zurück ins Hotel ging.

Eingang Nationalmuseum (Muzium Negara)ein kleines Boot :-)Die Petronas Towers - Das Wahrzeichen von Kuala Lumpur


Kuala Lumpur Bird Park und Chinatown

01.04.08: Am zweiten Tag ging es in den Kuala Lumpur Bird Park, der mit tausenden Vogelarten angeblich der größte überdachte Vogelpark der Welt ist. Wir fuhren mit dem Taxi dorthin und konnten viele verschiedene Vogelarten bewundern. Ganz lustig war natürlich das Federvieh, welches im Garten frei rumlief, sich auf unsere Köpfe setzte und sonstigen Schabernack mit uns trieb. Ein Pfau z. B. hat Anna verfolgt, sie hat schon richtig Panik bekommen. Wir durften Emus füttern, Entenküken streicheln und mit Papageien und Eulen Fotos machen. Es ist zwar ein schöner Park aber mit fast 20 Euro Eintritt (Kinder zahlen ab drei) ein recht teures Vergnügen, zumindest für asiatische Verhältnisse. Für Tierfotografen ist es ein Hit, da man sehr nahe an die verschiedenen Vogelarten herankommt. Alles in allem was es ein netter Ausflug – ideal, wenn man mit Kindern unterwegs ist.

Gleich fliege ich auf Sandras Kopf......Jetzt werde will ich  landen Zwei Vögel haben sich etwas zu erzählen  (im Birpark)

Gegen 13 Uhr ging es zurück ins Hotel, ein kurzer Sprung in den Pool und dann gab es unser obligatorisches Mittagsschläfchen.

Eigentlich wollten wir ja am Nachmittag zu den Batu Caves, (Kalksteinhöhlen, 15 km außerhalb von Kuala Lumpur) doch irgendwie hatten wir keine Lust (es regnete ein wenig), wir machten kurzerhand eine Planänderung und fuhren noch einmal zum Bintang Walk und machten einen Stopp im Low Yat Plaza, einem Einkaufszentrum nur für Telekommunikation und Computerzeugs.

Low Yat Plaza: Malaysiens größtes Shoppingcenter für Computer Acht Stockwerke nur Computerzeugs Gebratene Hühner und Enten

Nach dem Besuch gönnten wir uns ein Supersteak im gegenüberliegenden Outback (Restaurantkette). Scheinbar ist die Kette wirklich ein Garant für beste Steaks, wir kennen die Kette aus den USA und auch in Kuala Lumpur gab es wieder Steaks, die so gut waren, dass ich sie lange nicht vergessen werde.

Danach fuhren wir mit dem Taxi in die Petaling Street (Chinatown von Kula Lumpur), eine Marktstraße rechts und links voll mit Ständen. Hier bekommt man sehr gut alle möglichen Textilien, Handtaschen, Koffer (vor allem Fakes) – eigentlich alles Mögliche. Es gibt selten einen Markt, auf dem es so rundgeht wie hier. Die Preise sind oftmals angeschrieben und generell sehr günstig (Thailandniveau). Wer shoppen will, sollte hier unbedingt vorbeisehen. Meiner Meinung ist dies ein Höhepunkt unseres Besuchs in Kuala Lumpur (neben den Petronas Towers).

In der Petaling Street (Kuala Lumpur Chinatown)In der Petaling Street (Kuala Lumpur Chinatown)Hier noch ein Foto vom Lot 10 (grosse Mall am Bintang Walk)

Wir deckten uns dort mit Souvenirs, T-Shirts und Kinderkleidung ein und fuhren danach mit dem Taxi zurück ins Hotel.

Generell ist zu sagen dass Taxifahren in Kuala Lumpur sehr günstig ist. Wir haben für jede Strecke, die wir gefahren sind, maximal ein paar Euro bezahlt. Alle Fahrer haben von sich aus das Taxometer eingeschaltet und wir hatten nie das Gefühl „ausgenommen“ zu werden.

Welche Kette soll ich nehmen ...?Dichtes Gedränge in der Petaling Street (Kuala Lumpur Chinatown)Lampions aller Art in Chinatown


KL Tower und Abflug nach Khao Lak

02.04.08: Am letzten Tag unseres Aufenthalts in Kuala Lumpur war noch einmal Sightseeing angesagt, ehe es am späten Nachmittag nach Khao Lak weiterging. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Taxi zu einem weiteren Wahrzeichen, dem Kula Lumpur Tower (Menara Fernsehturm). Wir wurden freundlich begrüßt (wir waren an diesem Tag die zweiten Besucher) und fuhren die 421 Meter mit dem Lift hoch zur Aussichtsplattform.

Das Wetter war gut, die Aussicht war gigantisch und von oben sah Kuala Lumpur eigentlich ganz klein aus. Anna lief ein paar Runden im Kreis und wir beobachteten mit dem Fernrohr eine Schulklasse beim Spielen und genossen die Aussicht. Interessant war im Inneren des Turms noch der Vergleich der weltweit größten Fernsehtürme (unser Wiener Donauturm war auch dabei) .

Ticketschalter im Kuala Lumpur FernsehturmTraumaussicht auf Kuala LumpurIm Fernsehturm
Unser Hotel (Renaissance KualaLumpur) von obenAussicht aus unserem Hotelzimmer (Besonders in der Nacht sehr schön)In der Hotel Lobby

Danach fuhren wir wieder zurück ins Hotel und packten unsere Sachen für den Flug nach Phuket. Auf der Taxifahrt zum Flughafen gab es noch eine kleine Verwirrung, weil der Taxifahrer nicht genau wusste, wie er zum Low Cost Terminal kommt. Er ist auf der halben Strecke zum Flughafen plötzlich von der Autobahn abgefahren und wusste nicht so recht weiter. Er meinte, dass es eine neue Straße gibt, und er sich wohl verfahren hätte.

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass sämtliche Billigflüge von diesem speziellen Low Cost Terminal abfliegen. Das Low Cost Carrier Terminal (LCCT) ist ein Abfertigungsgebäude, das speziell an die Bedürfnisse der Billigflieger angepasst ist. Es befindet sich zwischen den beiden Runways, 20 Straßenkilometer (!) vom Hauptabfertigungsgebäude entfernt. Unbedingt zum richtigen „Flughafen“ bringen lassen – steht am Ticket (KLIA /KUL ist der internationale Teil, KLCCT der „Billigflieger“ Flughafen).

Abgesehen davon, dass wir noch nie einen Taxifahrer hatten, der den Weg zum Flughafen nicht gefunden hat, war der Umweg für uns recht interessant, da wir an einem riesigen Gebäudekomplex vorbeigefahren sind. Wie sich erst zu Hause herausstellte, waren wir in Putrajaya, einer Planstadt, in der die komplette Verwaltung von Malaysia untergebracht ist.

Auf den Weg zu unseren Flugzeug nach PhuketUnser Flugzeug nach PhuketAnna hat vom ganzen Flug nichts mitbekommen :-)

Wir haben den Weg zum Flughafen dann aber doch gefunden und flogen mit dem Billigflieger Air Asia (65 Euro für uns drei) weiter nach Phuket. Dort wartete schon ein Fahrer vom Hotel auf uns, der uns in rekordverdächtiger Geschwindigkeit nach Khao Lak gebracht hat (wir hatten nicht einmal eine volle Stunde gebraucht!).

Im Hotel Mukdara angekommen wurden wir mit einer eigens für uns aufgestellten Tafel mit „Welcome back at home“ begrüßt. Wie sich später herausstellte, meinten die im Hotel, dass wir schon mal da gewesen seien.

Anna wollte natürlich gleich zum Pool, es war jedoch schon finster und darum sind wir nach einer kurzen Erkundungstour nur noch im Hotel essen gegangen und haben es uns dann in unserem 70 Quadratmeter großen Bungalow gemütlich gemacht.


8 Tage in Khao Lak

02. -11.04.08: Die folgenden 9 Tage haben wir es uns einfach nur gemütlich gemacht. Wir haben, abgesehen davon, dass wir abends nach Khao Lak oder in die näheren Umgebung gefahren sind, keine Ausflüge gemacht.

Unser Tagesablauf bestand aus schlafen - essen - baden – schlafen – essen – schlafen usw. Der erlebnistechnische Höhepunkt während dieser Tage war eine für Gäste abgehaltene „Flying Lantern Zeremonie“. (Da steigen Papierlaternen mittels heißer Luft einer Kerze in den Himmel.)
Einen Nachmittag lang hatte Anna Bauchschmerzen, und wir lernten schon Vokabeln wie Blinddarm, Übelkeit usw., es war aber dann über Nacht zum Glück wieder vorbei.

Flying Lantern Zeremonie

Dann gab es noch ein Thai- und ein Cowboy-Büffet, jede Menge Mücken, tausende Frösche, noch mehr Geckos und das eine oder andere Chang, Singha oder Tiger Beer.

Also, 8 Tage nur faul sein. Einfach nur relaxen, nichts tun und ab und zu mal ins Internet gucken, ob zu Hause noch alles steht. Es war eigentlich nichts anderes als ein "Pauschalurlaub mit individueller Anreise" Winken. Bei solchen "Faulenzerurlauben" ist man stark vom Hotel abhängig, und darum gibt’s noch mehr Infos zum Hotel.

Mukdara Beach Hotel

Gleich vorweg: das Hotel ist sehr gut und grundsätzlich fehlt es an nichts, was man von einem guten Hotel erwartet. Es gibt eine wunderschöne Gartenanlage, traumhafte Pools, riesige Bungalows in ansprechender thailändischer Architektur. Das Service war ok (abgesehen von ewig langen Wartezeiten), die Gastronomie hat gemundet, das Personal war stets bemüht, die Preise für Speis und Trank im Vergleich zu „draußen“ fair.

Hotel Mukdara Beach - GartenanlageHotel Mukdara Beach - kleiner See vor unserem Bungalow Hotel Mukdara Beach - Sehr gepflegt

Die Zimmer sind das Beste, das wir je erleben durften. Jedes war zirka 70 Quadratmeter groß, mit riesigem Bad und großer Terrasse – absolut perfekt, besser wird schon sehr schwierig (vor allem in dieser Preisklasse – Mails mit Vorschlägen nehme ich aber gerne an) . Eigentlich gäbe es nichts zu meckern, wenn es da die Strandsituation nicht gäbe. Das Hotel wird als Strandhotel verkauft, Originalzitat aus dem: „Am besten Strandabschnitt von Khao Lak erwarten Sie weißer Strand und kristallklares Wasser“.
Nun, das stimmt leider gar nicht, der Strand vorm Hotel ist relativ dunkel und das Wasser so trübe, dass man (ohne Übertreibung) nicht einmal mehr seine Knie sieht. Dazu kommt zeitweise eine sehr starke Brandung (zumindest zu unserer Zeit), die einen dermaßen starken Sog hat, dass selbst Strandspaziergänger reihenweise ins Wasser mit hinein gezogen wurden (für Kinder absolut ungeeignet). Das Wasser hat teilweise den kompletten Strand geflutet. Jeder, der mich kennt, weiß, was ich für ein Lackel bin, selbst ich hatte ein paar mal mit dem Sog zu kämpfen.

Schöne Palmenlandschaft im MukadaraRiesiger Hauptpool im Mukdara BeachRiesiger Hauptpool im Mukdara Beach

Außerdem wird der Strand aus Naturschutzgründen nicht bewirtschaftet und es gibt weder Liegen noch Sonnenschirme am Strand. Das ist zwar löblich, doch für Strandurlauber natürlich nicht so vorteilheift, da es ab elf Uhr keine natürlichen Sonnenspender mehr gibt. Die Sonne kommt dann nämlich von vorne. Es gibt also auch keine Möglichkeit, sich an den Strand mit einem Handtuch zu legen, außer man hat Lust, sich danach von der Sonne verbrannt verarzten zu lassen.

Am Hauptpool gab es immer genug freie LiegenOben gab es einen weiteren Pool (Honeymoon Pool) Das schönste Licht zum Fotografieren hatte man vor dem Frühstück

Zu der ohnehin unvorteilhaften Strandsituation kommt jetzt noch, das es scheinbar viele Quallen vor Ort gibt. Scheinbar deswegen, weil wir die ganze Woche keine gesehen haben. Wir haben aber öfters Verletzte Gäste im Hotel gesehen, die sich verarzten ließen. Auch Sandra hat es (zum Glück nur leicht) erwischt. Der Grund, warum wir keine gesehen haben, ist schlicht das trübe Wasser (durch den aufgewirbelten Sand), das ist wie schnell fahren im Nebel. Man war im Wasser praktisch blind und man konnte Quallen gar nicht sehen (ab der Badehose war finster).

Der Strand vor dem Hotel, zum Ansehen eigentlich sehr schön,aber es hat einen Grund warum niemand im Wasser istSchaut nicht schlimm aus aber der Sog war sehr stark, teilweise wurde bis zum Grün geflutetDetailaufnahme der trüben Suppe (war während der ganzen Woche so)

So, zurück zum Hotel. Aufgrund der Strandsituation spielte sich natürlich alles an den Pools ab. Am Bachpool lagen da ca. 100. Leute und alles war dicht gedrängt. Liegestuhl an Liegestuhl, und das teilweise in vier Reihen. Das Ganze spielte sich auf so engem Raum ab, dass es einfach nicht gemütlich war und man keinerlei Privatsphäre hatte. Am zweiten Pool (größer, aber nicht im Strandbereich) war die Situation besser, dort gab es genug Liegen, aber der Hauptpool lag weiter weg vom Strand, und wir fliegen ja nicht um die halbe Welt in ein Strandhotel, um dann zehn Tage an einem Pool zu hocken, wo man nicht einmal das Meer sehen kann.

Ruhe vor dem Sturm, gegen 8 Uhr am Morgen am BeachpoolSpätestens um 11 Uhr war es aus mit der Ruhe, hinter mir sogar in Viererreihen Origineller Schirmständer

Was kann das Mukdara dafür ?

Für den Strand nichts, aber für die enge Liegestuhlbestückung schon etwas. Praktisch der halbe Bachfrontteil vorm Hotel wird als Terrasse für Gastronomie benutzt. Da diese ohnehin nicht genutzt wird, (Hotel war zwar voll, aber im Restaurant bzw. an der Beachbar war immer gähnende Leere) sollte man die bestehenden Liegestühle auf diese zusätzliche Fläche aufteilen. Das würde die Situation ein wenig entspannen. Das mit den Liegen haben andere Hotels an dem Strandabschnitt viel besser gelöst. Das Hotel ist wirklich ein Hit. Aber wenn mich jemand fragen würde, in welchem Hotel in Thailand man einen schönen Strandurlaub machen kann, dem würde ich das Mukdara eher nicht empfehlen


Khao Lak

In dem Bereich in dem wir waren (Bang Niang Beach) gab es verstreut ein paar (gute) Restaurants und an der Hauptstraße (ca. 10 Minuten zu Fuß) einen kleinen Supermarkt, ein paar kleine Shops (üblicher Ramsch) und einen Geldautomaten. Das Ganze fällt eher in die Kategorie „Tote Hose“. Wer flanieren will, muss nach Khao Lak (Center – La On Village). Hier gibt es dann auf einer Strecke von ca. einem Kilometer Länge ein Restaurant nach dem anderen, viele Shops, kleine Supermärkte usw. Die Fahrt dorthin kostet vom Mukdara aus einen Fixpreis von 150 Baht und dauert zirka zehn Minuten.

Preise in Khao Lak :

Die Preise in Khao Lak sind teilweise für thailändische Verhältnisse recht hoch. Die Restaurants (mit internationaler Küche) liegen mindestens auf europäischem Niveau. So kostet ein großes Bier bis zu 190 Baht, was fast vier Euro entspricht. Wir hatten kein Abendessen unter 1200 Baht. Zum Vergleich zahlten wir in Samui und Hua Hin meist 600 bis 800, in ganz seltenen Ausnahmefällen mal mehr als tausend. Günstig waren ausnahmslos die ganz einfachen „Restaurants“ (bessere Strandhütten), die meist sehr einfach ausgesehen haben oder jene, die ausschließlich Thaifood anboten.
Wir haben viele Speisekarten verglichen und waren jeden Tag in einem anderen Lokal (westlich) essen. Wir haben zwar immer ausgezeichnet gegessen, der Service war aber meist sehr unerfahren und die Wartezeiten waren recht lang – eine Stunde war der Standard. Aber wir waren ohnehin auf Urlaub, da war die Warterei net so schlimm, wenn nur nicht der Hunger immer so groß gewesen wäre ...

Sehr schöne Sonnenuntergänge in Khao LakSehr schöne Sonnenuntergänge in Khao LakHier waren wir zweimal gut essen (Restaurant gehört zum Sudala Resort)

Irgendwo habe ich gelesen, dass die guten „Gastronomieleute“ alle beim Tsunami ums Leben gekommen sind und die Restaurantbesitzer sehr schwer Ersatzpersonal finden. Das ist zwar traurig und makaber, scheint aber voll zu stimmen. Generell sollte man ohnehin immer im Hinterkopf haben, was die Leute in Khao Lak während des Tsunamis durchgemacht haben. Die Schäden sind zwar alle beseitigt, doch wenn man im Internet ein wenig recherchiert wird man erfahren, dass gerade dieser Teil von Thailand sehr stark betroffen war; praktisch alle Resorts wurden neu aufgebaut. Wenn man sich das vom Tsunami angestrandete Police Boat ansieht und bedenkt, wie weit das Boot vom Meer weg ist, dann hat man ein ungefähre Vorstellung von dem was hier los gewesen sein muss. Zu Fuß würde man etwa zwanzig Minuten gehen, um vom Meer zum Boot zu gelangen.

Im Großen und Ganzen war das Preisleistungsverhältnis aber trotzdem immer noch ok. Ein gutes Steak um zehn Euro passt schon noch, aber so über den Daumen würde ich sagen, dass wir in Khao Lak etwa 20 – 30 Prozent mehr für Speis und Trank ausgeben haben als an anderen Orten in Thailand. (Das ist mein Vergleich zum letzten Mal im Herbst 2006.)
Wirklich teuer für thailändische Verhältnisse empfanden wir die Taxifahrer. Die Strecke Mukdara — La On Village kostete 150 Baht und zurück natürlich nochmals dasselbe. Um diesen Betrag könnte man in Bangkok ein Taxi für einen halben Tag mieten.

Eine wirkliche Frechheit ist aber der Preis vom Mukdara zur Hauptstraße (zirka einen Kilometer entfernt, etwa zehn Minuten Fußweg). Die wollen doch wirklich 100 Baht für die einminütige Fahrt! Da bin ich richtig sauer geworden und wir sind wieder ausgestiegen. So etwas ist dann schon Abzocke. Einheimische zahlen für solche kurzen Strecken 10 oder maximal 20 Baht. Da kann man auch nicht handeln, die verlangen (abgesprochene) Fixpreise. Auf Koh Samui fährt man um das Geld um die halbe Insel von Chaweng nach Bophut.

Generell hatte ich in Khao Lak nicht das Gefühl, preiswert Urlaub zu machen. Ich bin mir zeitweise ein wenig ausgenutzt vorgekommen und hatte irgendwie das Gefühl, dass die Touristen nun richtig rangenommen werden um die Verluste des Tsunamis wieder reinzubringen. Auf der einen Seite vergönne ich den armen Leuten, dass es wieder aufwärts geht, auf der anderen Seite hoffe ich nicht, dass sie es mit den Preisen übertreiben und sich so die Kunden vergraulen.

Wir persönlich werden nicht mehr nach Khao Lak fahren. Das hat aber nichts mit dem Ort und schon gar nichts mit den Preisen zu tun, sondern mit der Situation am Strand. Das hat uns nicht wirklich gefallen. Zum Glück hatten wir ein Tophotel, darum kann man sagen, dass es trotz allem ein sehr schöner Aufenthalt war.

Wer ein Pooljunkie ist, wird im Mukdara bzw. in Khao Lak ohnehin sehr glücklich werden.


Abflug nach Bangkok

11.04.08: Gut erholt ging es in der Früh los zum Flughafen. Der selbe Fahrer, der uns abholte, brachte uns in derselben atemberaubenden Geschwindigkeit wieder zum Flughafen nach Phuket.

Dieses mal ging es mit Nok Air (ein weiterer Billigflieger) weiter nach Bangkok.
Mit dem Taxi fuhren wir in die Innenstadt, wo wir wieder im Novotel Lotus nächtigten. In diesem Hotel waren wir jetzt schon fünf Mal und bis jetzt haben wir noch keine wirkliche Alternative gefunden, die um den gleich niedrigen Preis (heuer 55 Euro pro Doppelzimmer) Ähnliches leistet. Es hat eine gute Lage (fünf Minuten zur Skytrainstation Phrom Phong), die Zimmer sind sehr sauber und das Beste am Hotel ist das 5-Sterne-Frühstück mit allem, was das Herz begehrt.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel (zum Glück konnte sich Anna nicht mehr an den Pool erinnern) ging es gleich weiter zum MBK Center, unserem Lieblingsshoppingcenter, wo wir gleich einmal zum KFC essen gingen. Ein Besuch bei dieser Kette gehört auch schon zu einem Bangkokbesuch dazu, die Spicy Chicken dort sind sehr lecker.

Strandburg bauen vor dem MBK Shoppingcenter Verkehr in BangkokDie zwei Mädels beim Schuhe schauen in einem der unzähligen Shops

Auch heuer haben wir uns wieder (in eine der oberen Etagen) mit T-Shirts und Kinderbekleidung eingedeckt. Aber da Anna kein Mittagsschläfchen hatte war das Einkaufen ein wenig stressig, da sie anfing herumzuquengeln.
Irgendwie wollte ich noch ein wenig wegen Computer und iPods schauen, doch meinen Mädels wollten nicht mehr. So brachte ich die Mädels heim und „durfte“ noch ein wenig allein ins Pantip Plaza, der größten Computermall in Bangkok.

Der eigentliche Grund war ja, weil ich die Preise für die iPods vergleichen wollte. Und weil die Preise so gut waren (ca. 160 Euro für den 80 GB iPod Classic), habe ich gleich zugeschlagen und das erste Mal dort auch etwas gekauft.

Durchgeschwitzt und relativ müde ging es dann auch für mich zurück ins Hotel und nach einem anstrengenden Tag ging es ab ins Bett. Allerdings gab es noch eine kleine Komplikation, da auf der Terasse des gegenüberliegenden Gebäudes eine lautstarke Songkran-Party mit DJ und allem Drum und Dran stattgefunden hat. Die Musik war so laut, dass an Schlafen nicht zu denken war und das erste Mal in meinem Reiseleben beschwerte ich mich an der Rezeption und wollte eine Lösung. Man versprach eine solche und ich wartete auf einen Rückruf. Doch der kam nie. Aber eine halbe Stunde später war es plötzlich ruhig. Die Partymeute verzog sich ins Innere und feierte dort weiter. Ich denke mal, dass sich viele Gäste beschwert haben, die ganzen Zimmer des Novotels hatten die Fenster zu dieser Partyterrasse und da ging es zu wie bei der Loveparade.


Dusit Zoo und Shopping in Bangkok

12.04.08: Nach einem fulminanten Frühstück und den ersten Songkran-Wasserspritzern (einer Hotelbediensteten) ging es mit dem Taxi zum Dusit Zoo. Auch heuer wollte uns der Taxifahrer bzw. der Hotelpage überreden, doch zur Snakefarm zu fahren. Aber wir blieben standfest und wollten endlich in den Zoo. Beim letzten Bangkok-Aufenthalt wurden wir ja so lange bequatscht, in den Safaripark zu fahren, dass wir genervt aufgegeben hatten und in den Safaripark gekarrt wurden.

Der Dusit Zoo ist ein relativ alter Zoo und dementsprechend waren auch die Tiere untergebracht. Es gab zwar viele Tiere zu sehen, doch die überall laut gespielte Musik war dermaßen nervenaufreibend, dass man teilweise nirgends länger stehen bleiben konnte ohne nicht einen Tobsuchtsanfall zu bekommen.

Im Dusit Zoo Eine Runde mit der Bimmelbahn dauert ca.30 Minuten, so groß ist der Zoo..Schau eine Giraffe

Uns wunderte, wie das die armen Tiere aushalten.und der hat uns angespritzt... Praktisch vor jedem Gehege war eine Lautsprecherbox angebracht und dort dröhnte Thaimusik so laut, dass man teilweise sein Wort nicht verstanden hat. Vielleicht lag es ja auch daran, dass Songkran Wochenende war, aber ich denke, dass die Musik dort Dauerzustand ist. Vielleicht hat man ja Angst, dass die Tiere sonst schlafen würden.

... Die hat gerade Hunger .. und da hinten schläft der Bär (bei dröhnender Thaimusik)

Wir sind dann mit dem Bummelzug noch im Gelände herumgefahren. Der ganze Zoo ist eher so was ähnliches wie eine Mischung aus kleiner Vergnügungspark, Picknickpark und eben Zoo. Überall gab es kleine Bahnen und Kartautos. Mitein kleiner Fernseher vor dem Central World Shopping Center Tretbooten konnte man in einem See herumfahren. Viele Thaifamilien kamen mit großen Picknickkörben und ließen sich auf der Wiese nieder um zu essen.

Wenn man in Bangkok alle Tempel und die sonstigen touristischen Höhepunkte schon gesehen hat und mit Kindern unterwegs ist, kann man den Zoo durchaus besuchen. Der Höhepunkt war ein berittener Elefant, der uns im Bummelzug eine Ladung Wasser reinspritzte. Für Anna natürlich das Erlebnis: „ Ein Elefant der uns angespritzt hat!“
Wir sind gegen Mittag ins Hotel zurückgefahren und nach einem kurzen Schläfchen startete die zweite Shoppingrunde.

Dieses Mal war das Gebiet um das ehemalige World Trade Center dran (dort heißt es jetzt Central World). Wir sind dort fast bis zum Pantip Plaza hinauf gewandert und haben die teilweise neuen Malls unsicher gemacht. Zum Beispiel hat sich die Platinum Mall auf kleine Geschäfte spezialisiert und wirbt, über 1200 Wholesale Shops zu beherbergen. Es gibt acht Stockwerke voll mit kleinen Kleidungsshops, der helle Wahnsinn!

Der Bereich um das Central World (Erawan Shrein) sollte man unbedingt gesehen haben, wenn man in Bangkok ist. Hier wird einem so richtig bewusst, wie verrückt diese Stadt ist. Jedes Mal, wenn wir in dem Gebiet sind, gibt es einenHier geht die Post ab neuen Shoppingkomplex oder irgendein Riesenwolkenkratzer entsteht gerade neu. Wir können uns noch erinnern, als man ewig brauchte, um die Kreuzung beim Erawan Schrein zu überqueren. Jetzt gibt es eine überirdische Verbindung (Skywalk), der die Skytrain-Stationen Siam und Ploen Chit nahtlos verbindet. Die riesigen animierten Leuchtreklamen und der Panasonic-Screen in Form eines Fernsehers, dann die armselig anmutenden Garküchen, die am Abend wohl ein paar tausend Leute versorgen. Der Wirbel dort (tausende Leute unterwegs), die sieben Verkehrsspuren, auf denen praktisch Stillstand zu jeder Zeit herrscht – irgendwie mutet das ganze Gebiet ein wenig nach Science-fiction an. Also ich kenne Ort auf der Welt, wo es mehr brodelt als hier am späten Abend, so um 18/19 Uhr. Dagegen ist der New Yorker Times Square eine Wellness-Oase.

Nach dem Shoppen und Essen im Platinum Mall Foodcort fuhren wir mit der Skytrain zurück ins Hotel und freuten uns, dass wir heute ohne Party schlafen konnten.

Noch schnell was Süsses für das Hotelzimmer

Siam Ocean World und Abreise

13.04.08: Am letzten Tag gab es noch ein kleines Vormittagsprogramm. Wir besuchten die Siam Ocean World – das größte Aquarium in Südostasien direkt in der Siam Paragon Mall. Der Besuch war ein voller Erfolg, noch nie waren wir in einem so schönen Aquarium. Es war sogar besser als jenes in Singapur. Unzählige Fischarten, Haie, Wasserschildkröten, Seepferdchen, Pinguine waren zu bewundern. Als Höhepunkt machten wir eine Fahrt mit dem Glasbodenboot direkt im Aquarium. Der Eintritt war zwar nicht besonders günstig, jedoch jeden Baht wert. Das Aquarium sollte man sich unbedingt ansehen, wenn man gerne Unterwasserwelten bewundert.

Auf dem Rückweg zum Hotel deckten wir uns noch bei Subway, einer Sandwichkette, ein. Wir fingen an zu packen, tauschten nach 15 Tagen kurze Shorts gegen lange Hosen und Sandalen gegen festes Schuhwerk. Wir hatten das Hotel einen Tag länger gebucht und konnten uns mit den Abreisevorbereitungen so lange wie nötig Zeit lassen.

Anna und Sandra in der Siam Ocean World BangkokEin FischkopfEine Röhre zum durchgehen in der Siam Ocean World Bangkok
Seesterne streicheln durfte man auch Die Dinger sehen sehr schön aus, können einem aber den Urlaub ganz schön vermiesenBoah, ein Hai (einer von vielen)

Ein verhinderter „Formel-1-Fahrer“ (bei 140 Meilen am Tacho stoppte ich durch einen bösen Zwischenruf seinen Ehrgeiz, uns so schnell wie nur möglich zum Ziel zu bringen!) brachte uns zum Flughafen und der Urlaub ging zu Ende. Die Heimflüge verliefen zwar ruhig, waren aber nicht so entspannend wie die Hinflüge. Beide Flüge waren rappelvoll, von freier Viererreihe zum Schlafen konnte keine Rede sein. Anna schlief mehr oder weniger im Sitzen. Irgendwie haben wir die beiden Sechs-Stunden-Flüge aber doch geschafft und sind mit einer Stunde Verspätung in München angekommen. Danach kam nur mehr ein kurzer Ritt in zurück in die Steiermark - und wir waren wieder zu Hause.


Wie hat es uns gefallen ?

Der Urlaub war super, Kuala Lumpur wurde eine neue Lieblingsstadt in Asien (wir kommen wieder), Bangkok ist sowieso der Hit, nur in Khao Lak hat es uns aufgrund des Strandes nicht so gut gefallen. Zwar war das Hotel sehr schön, aber ein Strandurlaub ohne Liegemöglichkeit am Strand Planschen im Meer ist halt doch nicht das Wahre für uns.


Wetter

Das Wetter war sehr gut. Wir hatten jeden Tag Sonnenschein und tropische Temperaturen, es war immer windstill und wir hatten perfektes Badewetter. In Bangkok war es fast schon zu heiß. Der einzige Wermutstropfen war der Regen in in Khao Lak – täglich gegen fünf Uhr am Nachmittag für ein bis zwei Stunden hat es gegossen. Das war allerdings dann doch wieder ganz erfrischend angesichts der drückenden Hitze den ganzen Tag über. So war zumindest für ein wenig natürliche Abkühlung und Erfrischung gesorgt.


Fernreisurlaub mit Kleinkind

Unser zweiter Fernreiseurlaub mit unserer dreijährigen Tochter verlief ohne Komplikationen. Abgesehen von einem Tag Bauchschmerzen (vermutlich hervorgerufen durch falsches Essen) gab es keinerlei Probleme. Anna hatte keinerlei Probleme mit der Zeitumstellung oder mit dem Klima. Mit dem Essen gab es außer an dem einen Tag sowieso keine Probleme. Sie schlief brav in allen Betten, egal ob Nacht oder Tag. Die Flüge waren gar kein Problem, meistens schlief sie oder sie sah sich im Flieger einen Zeichentrickfilm an (Nemo lässt grüßen).

Im Herbst 2006 war es noch ein wenig stressig, als wir mit Anna in Thailand waren. Dieses Mal lief jedoch wirklich sehr gut und man merkte förmlich, dass es auch ihr gut gefallen hat. Überhaupt war der ganze Urlaub sehr schön, wie haben die Attraktionen kindgerecht gewählt und unsere Reisepläne so eingeteilt, dass es für niemanden zuviel geworden ist. Abgesehen von ein paar kleineren Quengeleien (die man mit Kind aber immer hat) gab es keine Zwischenfälle.

Sie war während der ganzen Reise sehr brav.

Fotomodell Anna hmmm, im Urlaub gibt es immer leckere Sachen(fast) immer gut drauf, unser Sonnenschein

ENDE

 Tschüss bis zum nächsten Mal, ich hoffe es hat euch gefallen